Nachdem viele Reisewarnungen aufgehoben wurden, war gestern wieder Betrieb am Flughafen. FOTO: DPA
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Nachdem viele Reisewarnungen aufgehoben wurden, war gestern wieder Betrieb am Flughafen. FOTO: DPA

Wirtschaftliche Folgen im Fokus

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Frankfurt- Je länger die Corona-Krise andauert, desto mehr verlagert sich das Geschehen von der Medizin in die Wirtschaft. Die Hessen dürfen mit Beginn der neuen Woche vieles wieder machen - zum Beispiel ins Freibad gehen. Aus anderen Bereichen des öffentlichen Lebens kommen weniger gute Nachrichten. Der Überblick:

Neuinfektionen:Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen war am Montag unklar. Am Sonntag seien "aufgrund technischer Probleme" keine Daten aus Hessen an das Robert-Koch-Institut übermittelt worden, teilte das Hessische Sozialministerium am Montagnachmittag mit. Von Samstag auf Sonntag waren hessenweit drei bestätigte Neuinfektionen dazugekommen.

Geschäfte:Die Gewerkschaft Verdi will gerichtlich durchsetzen lassen, dass Geschäfte trotz der Corona-Pandemie sonntags nicht mehr öffnen dürfen. Sie reichte nach eigenen Angaben beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eine entsprechende Klage gegen das Land Hessen ein.

Hilfen:Die Nachfrage gerade von kleinen Firmen in Hessen nach Hilfsangeboten der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) in der Corona-Krise ist gewaltig. Mehr als 4500 Unternehmer unterstützte das Förderinstitut des Landes Hessen in den vergangenen Wochen, wie die WIBank mitteilte. Insgesamt seien bislang 141,4 Millionen Euro zugesagt worden, um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie abzumildern.

Flughafen:Der Flughafenbetreiber Fraport hat auch im Mai stark rückläufige Geschäfte verbucht - der Einbruch bei den Passagierzahlen durch die Corona-Krise fiel teils aber etwas geringer aus. So wurden in Frankfurt, dem größten Airport Deutschlands, wieder mehr Passagiere abgefertigt als noch im April - und auch am Beteiligungsflughafen im chinesischen Xi’an belebte sich das Passagieraufkommen. In Frankfurt sank die Zahl der Passagiere im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 95,6 Prozent auf knapp 273 000, wie der im MDAX notierte Konzern mitteilte.

Pflege:Bei dem geplanten aufgestockten Pflegebonus in Hessen muss das Land auf die finanzielle Unterstützung der Arbeitgeber verzichten. Die Träger der Pflegeeinrichtungen hätten mitgeteilt, sich nicht an der Corona-Prämie für Pflegekräfte zu beteiligen, erklärte das Sozialministerium in Wiesbaden. Der Aufstockungsbetrag muss nun aus dem Landeshaushalt bezahlt werden. Dafür seien etwa 35 Millionen Euro im zweiten Nachtragshaushalt angemeldet, teilte das Ministerium mit.

Baden:Seit Montag sind in Hessen Schwimmbäder und Saunen wieder geöffnet, auch Baden im See geht jetzt wieder. Die Betreiber der Bäder dürfen der Verordnung zufolge nur öffnen, wenn sie "ein anlagenbezogenes Infektionsschutz- und Zugangskonzept" vorlegen. dpa

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