Winterweizen am wichtigsten

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Wiesbaden- Trotz schrumpfender Anbaufläche bleibt Winterweizen die wichtigste Kultur auf hessischen Äckern. Wie aus der aktuellen Landwirtschaftszählung hervorgeht, wächst die Getreideart - einschließlich Dinkel - 2020 auf 142 900 Hektar.

Im Vergleich zum Vorjahr bedeute dies vorläufigen Zahlen zufolge ein Minus von mehr als zehn Prozent, erläuterte das Statistische Landesamt in Wiesbaden am Montag. Die frei gewordene Fläche nutzten die Betriebe den Angaben zufolge zur Aussaat von Winterraps. Das am zweitstärksten verbreitete Getreide ist in Hessen weiterhin die Gerste. Auch für ihren Anbau nimmt die Gesamtfläche gegenüber 2019 jedoch ab - und zwar um 1,7 Prozent auf 89 200 Hektar, wie das Landesamt mitteilte. Ersten Hochrechnungen zufolge werden im laufenden Jahr knapp 473 000 der insgesamt 765 000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche als Ackerland genutzt.

Dabei haben die Statistiker einen Trend zu Hülsenfrüchten ausgemacht: Ihr Anbau nehme seit zehn Jahren kontinuierlich zu und liege inzwischen bei 13 600 Hektar. "Darunter sind die Ackerbohnen und die in Hessen neue Kulturart der Sojabohnen besonders stark vertreten", so das Landesamt. Die zum Anbau von Gartengewächsen wie Gemüse und Erdbeeren genutzten Flächen blieben 2020 mit 8800 Hektar im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich groß. Die Anbauflächen von Zuckerrüben habe sich mit 17 000 Hektar ebenfalls kaum verändert. dpa

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