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Meist sind Völker ortsansässiger Bienen- halter im Einsatz.

Win-win-Situation

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Kirchhain (dpa/lhe). Bei der Bestäubung ihrer Obstbäume und anderen Kulturen setzen Hessens Landwirte vielfach auf die Unterstützung von Imkern und ihren Honigbienen. Der Bedarf kann nach Angaben des hessischen Bauernverbandes gedeckt werden: Ein Mangel sei nicht bekannt, sagte Sprecher Bernd Weber. Die Landwirte seien über den Bestäubungsservice der Honigbienen froh und die Imker darüber, ihre Tiere in der Nähe etwa von Rapsfeldern fliegen zu lassen. "Das ist eine Win-win-Situation."

Nach Angaben des Landesverbandes der hessischen Imker seien meist Völker ortsansässiger Bienenhalter im Einsatz. Nur ein kleiner Teil der Imker gehe auf Wanderschaft. Wandern gehört zumindest für erwerbsmäßig tätige Imker dazu, wie Ralph Büchler erläuterte, der Leiter des Bieneninstituts in Kirchhain. Die Bienen vertragen das Reisen in der Regel gut. Die Insekten könnten sich in einer fremden Umgebung neu orientieren, so Büchler.

Nach Angaben des Obstbauern Steffen Rehde seien im Schnitt zehn bis 14 Bienenvölker nötig, sagte Rehde, der in Friedberg-Ockstadt Kirschen anbaut. Die Saison sei bislang recht gut verlaufen - denn die Bestäubung der Bäume erfolge nicht nur durch Insekten, sondern zu einem großen Teil auch durch den Wind. Da habe in diesem Frühjahr "eigentlich alles gepasst".

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