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Susanna

Wiesbadener Mordfall Susanna: Ali B. gesteht mit großem Aber

Er hat die 14-jährige Susanna aus Mainz getötet. Das gibt Ali B. zu. Nach seiner Flucht in den Irak und seiner Rückführung nach Deutschland hat der 20-Jährige seine Sicht der Dinge geschildert.

Warum musste Susanna aus Mainz sterben? Die 14-Jährige war vor wenigen Tagen tot bei Wiesbaden gefunden worden. Der inzwischen inhaftierte Ali B., der zuvor in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden gelebt hatte, äußerte sich in einer fast sechsstündigen Vernehmung zu den Vorwürfen.

Als Tatmotiv gab der 20-Jährige laut Staatsanwaltschaft an, "dass er aufgrund von Verletzungen im Gesicht von Susanna, die infolge eines Sturzes entstanden sein sollen, befürchtet habe, dass diese die Polizei informieren werde". Er habe sie getötet. Eine Vergewaltigung der 14-Jährigen streitet Ali B. ab.

Das vollständige Ergebnis der DNA-Analyse zu Susanna liege noch nicht vor, erklärt Oberstaatsanwältin Christina Gräf. Daher könne sie noch keine Angaben zu den widersprüchlichen Aussagen über die mutmaßliche Vergewaltigung des Opfers machen.

Wiesbadener Mordfall Susanna: Zweiter Verdächtiger weiterhin beschuldigt

Neue Erkenntnisse zu dem zeitweise zweiten Tatverdächtigen, einem 35 Jahre alten Türken, habe es durch die Vernehmung von Ali B. nicht gegeben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Mann werde aber immer noch als Beschuldigter geführt. Die Untersuchungen gegen ihn seien noch nicht abgeschlossen.

Wann dem 20-jährigen Ali B. der Prozess gemacht werden kann, ist nach Angaben der Oberstaatsanwältin noch offen. Da es sich um eine Haftsache handele, werde beschleunigt ermittelt. Ein Datum für den Start eines Verfahrens sei aber noch nicht absehbar.

Nach einer Flucht in den Irak war der junge Mann am Samstag im Beisein von Bundespolizisten mit einer Lufthansa-Maschine zurück nach Deutschland geflogen worden.

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