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Lebensgefährliche Aktion am Bahnhof Aßlar – Ein Meter trennt Frauen vom Tod

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Von: Alexander Gottschalk

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Es ist verboten, Bahngleise zu Fuß zu überqueren.
Es ist verboten, Bahngleise zu Fuß zu überqueren. © Bundespolizei/Symbolbild

Das hätte auch anders ausgehen können: Am Freitag (01.10.21) überqueren zwei Frauen die Gleise am Bahnhof Aßlar. Ein Lokführer muss eine Schnellbremsung einleiten.

Aßlar – Eine hochgefährliche Gleisüberquerung am Bahnhof Aßlar (Lahn-Dill-Kreis) ist für zwei Frauen vergleichsweise glimpflich ausgegangen. Die 26-Jährige und die 27-Jährige, die beide aus der Kleinstadt nahe Wetzlar kommen, erwartet nun zwar ein Ermittlungsverfahren, aber immerhin mussten sie ihre Sorglosigkeit nicht mit dem Leben bezahlen – was durchaus möglich war, wie die Gießener Bundespolizeieinheit in einer Mitteilung betonte.

Aßlar bei Wetzlar: Frauen nach Beinahe-Kollision an Bahnhof „unbeeindruckt“

Am Freitag (01.10.2021) sollen die beiden Frauen am Bahnhof Aßlar eine Abkürzung über die Gleise genommen haben. Gleichzeitig näherte sich ein Zug mit rund 120 km/h. Der Lokführer erkannte die sogenannten Gleisspringerinnen glücklicherweise rechtzeitig und leitete eine Schnellbremsung ein.

Nur noch knapp ein Meter habe zwischen der Bahn und den Frauen gelegen, als der Zug zum Stehen kam, berichtete die Bundespolizei. Die Frauen hätten aber ihren Weg über die Gleise „völlig unbeeindruckt“ fortgesetzt und auch auf Zurufe von Reisenden nicht reagiert.

Nach Gefahrensituation: Lokführer erleidet am Bahnhof Aßlar einen Schock

Der Lokführer erlitt durch die Beinahe-Kollision einen Schock und konnte nicht weiterfahren. Die Bundespolizisten aus Gießen nahmen sofort die Fahndung nach den Verdächtigen auf. In einem Wohngebiet, das an den Bahnhofsbereich in Aßlar angrenzt, fanden sie die beiden Frauen.

Gegen diese besteht nun der Verdacht des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Bei einer Verurteilung ist eine mehrjährige Gefängnisstrafe möglich. Die Bahnstrecke bei Aßlar war kurzzeitig gesperrt. Zwei Züge verspäteten sich um jeweils rund 45 Minuten. Bereits im Juli hatte eine ähnlich lebensgefährliche Aktion in Biedenkopf bei Marburg Schlagzeilen gemacht. (red/ag)

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