Wird der Lahn-Dill-Kreis zur Hotspot-Region, darf man nur noch mit 2Gplus-Nachweis Kinos, Fitnessstudios und viele andere Einrichtungen besuchen. (Symbolbild)
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Wird der Lahn-Dill-Kreis zur Hotspot-Region, darf man nur noch mit 2Gplus-Nachweis Kinos, Fitnessstudios und viele andere Einrichtungen besuchen. (Symbolbild)

Pandemie

Wetzlar: Corona-Inzidenz erneut mit Rekord – Hotspot-Regeln drohen im Lahn-Dill-Kreis

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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Nie waren die Corona-Zahlen rund um Wetzlar höher. Am Donnerstag (13.01.2022) nähert sich der Lahn-Dill-Kreis einem kritischen Schwellenwert.

Update vom Donnerstag, 13.01.2022, 13.50 Uhr: Im Lahn-Dill-Kreis ist der nächste Inzidenz-Rekord gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am heutigen Donnerstag (13.01.2022) 245 neue Corona-Fälle und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 331,1 – nie seit Pandemiebeginn war der Wert höher. Sollte der aufsteigende Trend der Infektionszahlen rund um Wetzlar anhalten, hätte das direkte Auswirkungen auf das alltägliche Zusammenleben.

Der Lahn-Dill-Kreis steht jetzt kurz vor der Schwelle, aber der Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen als Hotspots gelten: Einer Inzidenz von über 350. Übertrifft der Lahn-Dill-Kreis diesen Wert drei Tage in Folge, treten am vierten Tag automatisch strengere Corona-Regeln in Kraft. In der Kreisverwaltung in Wetzlar werden die Hotspot-Regelungen bereits vorbereitet (siehe unten Erstmeldung vom 12.01.2022). Selbst hat der Lahn-Dill-Kreis heute noch keine aktuellen Fallzahlen veröffentlicht.

Wetzlar: RKI meldet höchste Corona-Inzidenz jemals für Lahn-Dill-Kreis

Erstmeldung vom Mittwoch, 12.01.2022, 17.48 Uhr: Wetzlar – Die Corona-Inzidenz des Lahn-Dill-Kreises hat mit dem heutigen Mittwoch (12.01.2022) den höchsten Stand seit Pandemiebeginn erreicht. Das geht aus dem jüngsten Bericht des Robert Koch-Institutes (RKI) hervor. Der Wert stieg demnach auf 283,38. Die Omikron-Variante sei „immer mehr auf dem Vormarsch“, hieß es dazu aus dem Kreis-Gesundheitsamt. Die Kreisverwaltung in Wetzlar bereite sich deshalb auf den Fall vor, dass der Lahn-Dill-Kreis in Kürze zur Hotspot-Region wird.

Die Corona-Zahlen im Lahn-Dill-Kreis steigen. Und dank der Omikron-Variante ist kein Ende in Sicht.

Corona im Lahn-Dill-Kreis: Für Wetzlar & Co. drohen Regelverschärfungen

In Hessen gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Hotspot, sobald die Corona-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegt. Ab dem vierten Tag greifen dann automatisch strengere „Hotspot-Regelungen“, beispielsweise 2G+ im Fitnessstudio (siehe unten). Acht Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen gelten derzeit bereits als Hotspots, vielen anderen – wie etwa dem benachbarten Landkreis Gießen – droht dieser Status auf absehbare Zeit auch.

  • An belebten Orten und Plätzen, die die Kommunen selbst festlegen, gilt durch die „Hotspot-Regelungen“ ein Alkoholverbot.
  • In den Fußgängerzonen und in Einkaufszentren wird das Tragen einer Maske zusätzlich verpflichtend.
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen sowie im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich, unter anderem auf dem Sportplatz, in den Sporthallen, im Schwimmbad, in der Sauna, im Fitnessstudio, im Kino oder Theater, im Tierpark, Zoo, botanischen Gärten, in den Spielhallen und Wettvermittlungsstellen, in Museen, Schlössern, Galerien und Gedenkstätten gilt die 2G-Plus-Regel für innen (geimpft und getestet) und die 2G-Regel für draußen.
  • Gleiches gilt auch für die Gastronomie und bei touristischen Übernachtungen.
  • Prostitutionsstätten müssen schließen.

Das RKI erfasste für den Lahn-Dill-Kreis am Mittwoch (12.01.2022) ganze 220 neue Corona-Fälle. Das Gesundheitsamt, dessen Zahlen aktueller sind, meldete am Morgen sogar 284. Ihm zufolge gelten 1163 Menschen aus dem Lahn-Dill-Kreis als aktiv mit dem Virus infiziert. Die meisten kommen aus Wetzlar (266), Solms (113) und Dillenburg (109). Das Klinikum Wetzlar versorgt fünf Covid-Normalpatienten und vier Covid-Intensivpatienten. Im Klinikum Dillenburg liegen zwei weitere Infizierte.

Corona im Lahn-Dill-Kreis: „Es ist ernst“

„Es ist jetzt entscheidend, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Ich danke all denen in unserem Landkreis, die sich vorbildlich verhalten und uns damit sehr unterstützen. Aber, es ist noch nicht vollbracht. Wir alle müssen weitermachen!“, schrieb Landrat Wolfgang Schuster in einer Mitteilung. „Wir müssen unsere Kontakte drastisch auf ein Minimum reduzieren – überall dort, wo es uns möglich ist. Wir müssen auf Abstände achten. Wo dies nicht möglich ist, müssen wir Masken tragen. Es ist ernst.“ Er sorgt sich insbesondere um die kritische Infrastruktur. (red/ag)

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