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Trotz des „Lockdown-Light“ erhöhen sich die Corona-Fallzahlen im Lahn-Dill-Kreis, Wetzlar ist weiterhin am stärksten betroffen.

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Corona im Lahn-Dill-Kreis: Inzidenz steigt – Höchste Fallzahlen in Wetzlar

  • Alexander Gottschalk
    vonAlexander Gottschalk
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Der Lahn-Dill-Kreis hat aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus veröffentlicht. Der Inzidenz-Wert steigt wieder an. Die meisten Infizierten verzeichnet Wetzlar.

  • Die Region Wetzlar ist vom Coronavirus schwer gebeutelt.
  • Die Corona-Fallzahlen im Lahn-Dill-Kreis klettern: Inzwischen sind 1776 Fälle bestätigt.
  • Die meisten Covid-19 Patienten gibt es in Wetzlar.

Update, 06.11.2020, 16:37 Uhr: Die Inzidenz im Lahn-Dill-Kreis ist erneut angestiegen, von 158,2 auf 169,67. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöhte sich von 1705 auf 1776, das heißt es sind mit dem heutigen Freitag (06.11.2020) insgesamt 71 Neuinfektionen hinzugekommen. Gleichzeitig sank die Zahl der aktiven Corona-Fälle: Gestern gab es nach Kreis-Angaben davon 628, heute sind es noch 614 infizierte Personen. Auch in der größten Stadt des Landkreises, Wetzlar, hat sich die Zahl der aktiven Corona-Fälle erneut erhöht, von 186 auf 194. Hier ein Übersichtskarte über die Lage in allen Kommunen im Lahn-Dill-Kreis:

So verteilen sich die Corona-Fälle am 6. November im Lahn-Dill-Kreis.

Corona im Lahn-Dill-Kreis: Die Fallzahlen vom 5. November

Update, 05.11.2020, 16:15 Uhr: Die Inzidenz im Lahn-Dill-Kreis hat leicht nachgelassen. Sie sank von 168,88 auf 158,2. Aktuell befinden sich 628 Corona-Infizierte und 688 Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um 105 auf 1705 bestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie. In Wetzlar stieg die Zahl der aktiven Fälle auf 186 (+23). Außerdem sind weiter die Kommunen Solms (56) Aßlar (53), Haiger (48) stark betroffen. Auch in Herborn (46) und Dillenburg (38) gibt es laut dem Lahn-Dill-Kreis relativ viele Fälle.

Die Corona-Fallzahlen im Lahn-Dill-Kreis im Überblick. (Stand 5.11.2020)

Corona im Lahn-Dill-Kreis: Weiterer Todesfall – Wetzlar bei Infektionen weit vorn

Update, 04.11.2020, 14.43 Uhr: Erneut ist ein Mensch aus dem Lahn-Dill-Kreis, der nachgewiesenermaßen mit dem Coronavirus infiziert war, gestorben. Der Landkreis verzeichnet damit insgesamt 29 Todesfälle, die mit einer Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht werden. 25 der Verstorbenen waren vor ihrem Tod tatsächlich positiv getestet worden. Bei vier Verstorbenen lag kein bestätigter Test vor, sondern nur eine ärztliche Diagnose. Diese Todesfälle werden deshalb nicht in der Übersicht des Robert Koch-Institutes (RKI) aufgeführt. Nähere Angaben zu Alter oder Vorerkrankungen des Verstorbenen konnte eine Kreis-Sprecherin auf Anfrage nicht machen.

Die Region Wetzlar verzeichnete mit dem heutigen Mittwoch (04.11.2020) nach Kreis-Angaben 38 Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie wurden im Lahn-Dill-Kreis damit 1600 Corona-Fälle bestätigt. Die Zahl der Fälle, die als aktiv gelten, ging zurück von 622 auf 589. Die meisten aktiven Fälle gibt es – wie auf einer Übersichtskarte zu erkennen – in Wetzlar (163), Solms (53), Haiger (49) und Aßlar (46). Die 7-Tage-Inzidenz stieg dank der Neuinfektionen geringfügig auf 168,88.

Corona in Wetzlar: Lahn-Dill-Kreis veröffentlicht Karte zu Fallzahlen

Update, 03.11.2020, 17.41 Uhr: Am gestrigen Montag und heutigen Dienstag wurden im Lahn-Dill-Kreis 40 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Seit dem 27. Februar gab es damit insgesamt 1562 Corona-Fälle in der Region Wetzlar. Mehr als ein Drittel, nämlich 622, betreut das Gesundheitsamt aktuell aktiv. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis stieg leicht auf 157,43. Wie sich die Fälle auf die Kommunen verteilen, zeigt diese Karte:

Der Lahn-Dill-Kreis hat seine bislang gültigen Allgemeinverfügungen aufgehoben – mit einer Ausnahme: Die Besuchsregelungen für Altenpflegeheime bleiben bestehen. Sonst gelten die Corona-Regeln des Landes Hessen. Die wichtigste Neuerung aus Sicht der Verwaltung ist, dass Infizierte nicht generell ein Schreiben des Gesundheitsamtes bekommen. Sie haben sich – genau wie ihre Mitbewohner – selbstständig und unmittelbar in eine Quarantäne zu begeben. So werde das Gesundheitsamt entlastet, heißt es.

Corona im Lahn-Dill-Kreis: Mehr als 100 Fälle in Wetzlar – Zahlen für die Kommunen

Update, 02.11.2020, 07.49 Uhr: Die Woche startet mit einer 7-Tage-Inzidenz von 137,71 (Stand Sonntag, 01.11.2020, 15 Uhr) im Lahn-Dill-Kreis. An den drei Tagen von Freitag bis Sonntag wurden 243 Neuinfektionen gezählt, 1522 bestätigte Infektionen gab es seit Pandemie-Beginn. Die Zahlen für den Montag folgen am Nachmittag. Das Gesundheitsamt betreute zuletzt genau 607 aktive Corona-Fälle in der Region Wetzlar, hinzu kommen mutmaßlich hunderte Kontaktpersonen. Die Angaben zu letzterem hat die Behörde seit knapp eineinhalbe Wochen nicht mehr aktualisiert.

Corona in der Region Wetzlar: Über 540 aktive Fälle im Lahn-Dill-Kreis

Update vom Freitag, 30.10.2020, 11.41 Uhr: Erneut ist die 7-Tage-Inzidenz im Lahn-Dill-Kreis angestiegen. Der Wert liegt nun bei 164. Derzeit (Stand: 30.10.2020) werden 548 aktive Fälle vom Gesundheitsamt betreut. Die meisten von ihnen werden in Wetzlar verortet. Die aktuellen Corona-Fälle aus den einzelnen Kommunen im Lahn-Dill-Kreis:

KommuneAktive Corona-Fälle
Aßlar27
Bischoffen1
Braunfels17
Breitscheid14
Dietzhölztal12
Dillenburg39
Driedorf7
Ehringshausen29
Eschenburg9
Greifenstein10
Haiger47
Herborn41
Hohenahr6
Hüttenberg30
Lahnau16
Leun16
Mittenaar9
Schöffengrund5
Siegbach1
Sinn11
Solms50
Waldsolms5
Wetzlar146
Gesamt548

Corona in Wetzlar: Bundeswehr eilt zur Hilfe

Update vom Donnerstag, 29.10.2020, 18.14 Uhr: Der Lahn-Dill-Kreis meldet am heutigen Donnerstag (29.10.2020) 99 Neuinfektionen. Seit Pandemie-Beginn wurden 1279 Corona-Infektionen im Raum Wetzlar bestätigt. Ein großer Teil dieser Fälle ist aktuell: 504 Infektionen gelten als akut (+55). Die Bundeswehr soll nun helfen, die wachsende Zahl der Kontaktpersonen nachzuvollziehen. Diese wurde zuletzt am vergangenen Samstag aktualisiert, als sie bei 688 lag, dürfte tatsächlich aber wesentlich höher sein. Der Lahn-Dill-Kreis gab jüngst als neue Marschroute aus, sich bei der Nachverfolgung vermehrt auf Risikogruppen und vulnerable Einrichtungen wie Altenheime zu fokussieren. Die 7-Tage-Inzidenz stieg abermals und beträgt nun 160,98.

Corona in Wetzlar: Kreis baut auf neue Strategie im Kampf gegen Covid 

Erstmeldung vom Donnerstag, 29.10.2020, 11.42 Uhr: Wetzlar – Die zweite Welle hat die Region rund um Wetzlar voll im Griff. Seit dem 1. September bis zum gestrigen Mittwoch, 28. Oktober, verzeichnete der Lahn-Dill-Kreis mehr als 622 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Über die Hälfte der 1180 bestätigten Corona-Fälle im Kreis traten in den vergangenen zwei Monaten auf – eine bedenkliche Entwicklung. Nachdem die Kreisverwaltung wochenlang eigenständig an der Maßnahmen-Schraube drehte, haben nun Bund und Länder das Zepter übernommen. Dennoch ist man im Karl-Kellner-Ring in Wetzlar nicht untätig. Im Kampf gegen Covid passt der Lahn-Dill-Kreis nun seine Strategie an.

Corona in Wetzlar: Lahn-Dill-Kreis will sich auf Alten- und Pflegeheime konzentrieren

Insgesamt 449 aktive Corona-Fälle sowie 688 Kontaktpersonen verzeichnete das Gesundheitsamt am Mittwoch (28.10.2020). Die Kontakte aller Betroffenen zeitnah nachzuverfolgen, sei eine „große Herausforderung“, heißt es vom Kreis. Angesichts der explodierenden Fallzahlen mutet das fast wie eine Untertreibung an. Die Behörde muss und will priorisieren. Konkret heißt das: „Besonders die Menschen, denen aufgrund ihres Alters oder einer Vorerkrankung bei einer Infektion mit dem Coronavirus ein schwerer Krankheitsverlauf droht, müssen wir jetzt vorrangig schützen“, erklärt Landrat Wolfgang Schuster in einer Mitteilung.

Bei der Kontaktverfolgung soll der Fokus auf den Risikogruppen legen. „Altenheime, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Kliniken – das sind die Bereiche, die unser Gesundheitsamt mit höchster Priorität betreut“, unterstreicht Schuster. Sei die Versorgung in diesen sensiblen Bereichen gesichert, werde die Kontaktverfolgung an weniger kritischen Stellen angegangen. Helfen wird die Bundeswehr. Der Lahn-Dill-Kreis prüft aktuell, ob die Soldaten im kreiseigenen Freizeitheim Heisterberger Weiher in Driedorf untergebracht werden können.

Corona in Wetzlar: Zahl der Covid-Patienten in den Lahn-Dill-Kliniken rapide gestiegen

Dass die Region Wetzlar die finale Corona-Warnstufe des Landes Hessen zeitnah verlässt, gilt als unwahrscheinlich. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) betrugt zuletzt 143,62. Tendenziell werde die Zahl der Infizierten weiter steigen, heißt es. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Lahn-Dill-Kliniken steige zudem schnell. „Gestern haben sich die Patienten innerhalb des Tages verdoppelt, von sechs auf zehn auf der Normalstation und von einem auf drei auf der Intensivstation in Wetzlar. Diese Dynamik ist besorgniserregend“, fasst Landrat Schuster zusammen.

Eigenen Angaben nach baut der Lahn-Dill-Kreis vorsorglich seine Test-Infrastruktur aus und kooperiert dabei mit niedergelassenen Praxen. Mit Alten-und Pflegeheimen entwickle man gemeinsame Test-Konzepte. Und an den Schulen soll nun die dritte Stufe eines Plans des Hessischen Kultusministeriums greifen, die Unterrichtsformen vorsieht, bei denen Kontakte und damit das Corona-Infektionsrisiko massiv verringert werden, beispielsweise Lerngruppen.

Corona in Wetzlar und Umgebung: Lahn-Dill-Kreis empfiehlt Kontakt-Tagebuch

Die Verantwortlichen beim Lahn-Dill-Kreis appellieren zudem an die Bevölkerung, umsichtig zu handeln und Eigenverantwortung zu zeigen. „Es geht nicht darum, Hektik zu verbreiten. Zu unser aller Schutz ist in dieser besonderen Situation ein entschlossenes Handeln notwendig. Von allen“, teilte Kreis-Gesundheitsdezernent Stephan Aurand mit. Neben den Grundlagen, wie Hygiene-Regeln achten und Kontakte radikal reduzieren, empfiehlt die Verwaltung allen Bürgern und Bürgerinnen, vorsorglich ein Tagebuch zu führen, in dem sie alle ihre Kontakte notieren. Von Halloween-Feiern rät der Kreis dringend ab.

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