In der Wetzlarer Altstadt haben Gegner der Corona-Maßnahmen am Mittwochabend einen Polizeieinsatz ausgelöst.
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In der Wetzlarer Altstadt haben Gegner der Corona-Maßnahmen am Mittwochabend einen Polizeieinsatz ausgelöst.

Versammlung löst Polizeieinsatz aus

„Corona-Spaziergang“ in Wetzlar: Ohne Masken aber mit Fackeln durch die Altstadt

  • vonLena Karber
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In Wetzlar haben am Mittwochabend Gegner der Corona-Maßnahmen einen „Spaziergang“ veranstaltet und dabei gegen die geltenden Bestimmungen verstoßen. Die Polizei erhöht nun ihre Präsenz.

In der Wetzlarer Altstadt haben am Mittwochabend nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelhessen etwa 20 bis 30 Personen einen sogenannten „Corona-Spaziergang“ veranstaltet und dabei gegen die geltenden Corona-Bestimmungen verstoßen. Von der Lahninsel aus zogen sie ohne Mund-Nase-Bedeckung und unter Missachtung der Abstandsregeln in Kleingruppen mit Fackeln, Kerzen und Schildern in die Altstadt. Über eine Lautsprecherbox spielten sie dabei Musik ab und kritisierten die aktuellen Coronamaßnahmen.

Corona in Wetzlar: Maßnahmen-Gegner ziehen durch Altstadt

Nach Angaben der Polizeidirektion Mittelhessen zogen die Gegner der Corona-Maßnahmen in den verwinkelten Gassen der Wetzlarer Altstadt hin und her, bis die Polizei mehrere von ihnen stoppen konnte. Den Charakter einer Versammlung verneinten die Teilnehmer und erklärten, sich zufällig zu einem privaten Spaziergang zusammengefunden zu haben. Die Einsatzkräfte stellten von 12 Teilnehmern die Personalien fest und erstatteten Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Anschließend erteilten sie den Teilnehmern Platzverweise. Ob Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vorliegen, wird noch geprüft.

„Corona-Spaziergang“: Neben Wetzlar auch in der Wetterau

Laut Polizeipräsidium Mittelhessen stammte die Mehrheit der kontrollierten Teilnehmer nicht aus Wetzlar. Ein Zusammenhang mit den zurückliegenden Corona-Spaziergängen in der Wetterau* wird daher nicht ausgeschlossen. Die Wetzlarer Polizei sowie die zuständige Ordnungs- und Versammlungsbehörde der Stadt wollen nun in enger Zusammenarbeit die aktuelle Entwicklung beobachten. Zudem kündigte die Polizei an, dass die Sicherheitskräfte verstärkt Präsenz zeigen und konsequent gegen angeblich zufällige Treffen vorgehen werden.

*wetterauer-zeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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