Die Parkmöglichkeiten in der Frankfurter Innenstadt sind rar. Was wäre, wenn einem freie Parkplätze auf dem Mobiltelefon angezeigt würden? FOTO: DPA
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Die Parkmöglichkeiten in der Frankfurter Innenstadt sind rar. Was wäre, wenn einem freie Parkplätze auf dem Mobiltelefon angezeigt würden? FOTO: DPA

Wenn die Straßenlaterne die Rettung ruft

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Das Smart Home, also das vernetzte Haus, kennt man ja. Wer von unterwegs schon mal das Thermostat zu Hause hochdrehen oder die Rollos runterlassen will, kann das mit dem Smartphone regeln. Jan Schneider (CDU), unter anderem Frankfurter Dezernent fürs Digitale, hat nun den Weg zur Smart City vorgestellt. Die vernetzte Stadt beginnt nämlich zunächst mit einer "gesamtstädtischen Digitalisierungsstrategie".

Die Smart City soll umweltschonender, nachhaltiger und grüner sein. "Die Lebensqualität soll besser sein", sagt Schneider. Mülleimer sollen sich melden, wenn sie voll sind, Straßenlaternen, wenn sie kaputt sind. Sie könnten auch freie Parkplätze anzeigen oder über Unfälle informieren. Sensoren im Boden sollen übermitteln, wann die Bäume Wasser benötigen. Die Straßenreinigung soll anhand der Fahrbahntemperatur sehen, ob sie mit dem Streufahrzeug ausrücken muss. Daten über Verkehrsströme können Ampelschaltungen steuern.

Die ersten Schritte sind dabei schon gemacht. Seit 2013 ist die Kommune mit der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen zugange. Zum Beispiel können Bürgerinnen und Bürger online einen Bewohnerparkausweis beantragen und bezahlen. Die Stadt hat mit "Frankfurt fragt mich" auch eine Online-Plattform für Bürgerbeteiligung etabliert. Bei der Abstimmung zur Gestalt des neuen Goetheturms hätten immerhin 80 000 Menschen mitgestimmt, lobt Schneider. Aber alleine könne es eine Verwaltung nicht schaffen, das Projekt Smart City zu verwirklichen, alle Sensoren anzuschaffen und miteinander zu vernetzen. Darum gelte es zunächst, die handelnden Personen miteinander zu vernetzen.

Ein Partnerunternehmen bei der Vernetzung ist die Mainova AG, Energieversorger und zu gut 75 Prozent in städtischem Besitz. Die Mainova hat bereits begonnen, das Netz der Sensoren über die Stadt zu spinnen. Funkmesstechnologie bündelt die Daten und sendet sie zum Server. 30 dafür nötige "Gateways" sind bereits verteilt. Bis zum Frühjahr 2021 sollen es 60 und die Stadt damit voll abgedeckt sein. Sie benötigen wenig Energie, sagt Diana Rauhut, verantwortlich für die IT bei der Mainova, sie arbeiten mit Batterien.

200 000 Euro gehen nun zum Beispiel an die Stadtbücherei, um über das Internet die Öffnungszeiten ausweiten zu können. So können die Menschen Ausweise beantragen, Bücher reservieren oder Ausleihen verlängern, ohne vor Ort vorstellig werden zu müssen. In den kommenden fünf Jahren möchte Schneider fünf neue Stellen für die Stabsstelle Digitalisierung schaffen, zwei Millionen Euro sollen in Projekte fließen. George Grodensky

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