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Weniger Organspenden

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Frankfurt (dpa/lhe). Nach Manipulationen bei der Vergabe von Spenderorganen geht auch in Hessen die Bereitschaft zur Organspende zurück. Von Januar bis November 2013 wurden weniger Organe gespendet, es gab weniger Spender und weniger Organübertragungen, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) sagte.

Im Detail sieht die Bilanz nach elf Monaten so aus: 65 Menschen in Hessen spendeten nach ihrem Tod Organe, das sind 16,7 Prozent weniger als im Vorjahr. 243 Organe wurden entnommen (minus 4,7 Prozent), 124 Organe nach einer postmortalen Spende (also ohne die Organspenden von Lebenden) übertragen (minus 8,8 Prozent).

Die starken Schwankungen kann auch die DSO nicht so richtig erklären. Bei Organspenden spielten viele Faktoren eine Rolle, heißt es bei der DSO: »Es sterben nicht gleich viele Patienten auf einer Intensivstation und es gibt unterschiedliche Kontraindikationen oder Vorerkrankungen.« 2010 war die Zahl der Organspender überdurchschnittlich stark gestiegen. »Der Rückgang 2011 war dann eher wieder eine Normalisierung.«

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