Weniger Häftlinge

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Wiesbaden- Zur Entlastung der hessischen Haftanstalten wegen der Corona-Pandemie mussten rund 8000 Straftäter zunächst nicht ins Gefängnis. Bei dem zurückgestellten Haft-antritt handelte es sich vor allem um Ersatzfreiheitsstrafen, die bei nicht gezahlten Geldstrafen verhängt werden oder die Erzwingungshaft bei Bußgeldsachen, wie Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion in Wiesbaden mitteilte.

Sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen werden verhängt, wenn etwa notorische Schwarzfahrer oder Ladendiebe zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese aber nicht zahlen wollen oder können.

In 69 Fällen sei der Haftantritt auch bei Straftätern zurückgestellt worden, die eine Freiheitsstrafe von höchstens einem Jahr verbüßen müssen. Voraussetzung sei aber, dass diese Personen keine Sexualstraftaten oder groben Gewalttaten begangenen haben. dpa

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