Das Baugewerbe ist weiterhin die Konjunkturlokomotive im Handwerk. FOTO: DPA
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Das Baugewerbe ist weiterhin die Konjunkturlokomotive im Handwerk. FOTO: DPA

Weiterhin volle Auftragsbücher

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Kassel- Das Handwerk in Nord-, Mittel- und Osthessen hat im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht. "Nach vorläufigen Berechnungen haben die Betriebe im Kasseler Kammerbezirk insgesamt 9,6 Milliarden Euro umgesetzt, das sind 460 Millionen Euro mehr als im Vorjahr", sagte Frank Dittmar, Vizepräsident der Handwerkskammer Kassel am Montag. Der Umsatz sei um fünf Prozent gewachsen und liege über der Prognose von 3,5 Prozent. Mehr Arbeitsplätze seien dadurch aber nicht entstanden. Am Jahresende 2019 arbeiteten insgesamt 92 200 Menschen im Handwerk des Kammerbezirks.

Die Aussichten sind gut: "Für 2020 gehen wir von einem weiteren Umsatzwachstum in Höhe von 3,5 Prozent aus, was insbesondere vom Bauhaupt- und Ausbaugewerbe getragen wird", erklärte Dittmar. Die Handwerkskammer veröffentlichte ihre aktuelle Konjunkturumfrage: Demnach betrachten 90,5 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als "gut" oder "befriedigend". Die Betriebsinhaber seien hinsichtlich der weiteren Entwicklung zwar etwas skeptischer geworden, blieben aber insgesamt zuversichtlich.

Das Handwerk hat volle Auftragsbücher. Mit 81,1 Prozent Kapazitätsauslastung habe man den bisherigen Topwert des Jahres 2019 um 0,3 Prozentpunkte steigern können. Konjunkturlokomotive blieb laut Handwerkskammer das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe. Skeptisch zeige sich das Kfz-Gewerbe. Die anhaltende Diskussion um das zukunftsfähige Auto erschwere die Situation in vielen Betrieben. Hauptproblem bleibe 2020 die Suche nach qualifizierten Fachkräften.

Die Handwerkskammer Kassel befragt vierteljährlich 850 repräsentativ ausgewählte Betriebe. Insgesamt gibt es in Nord-, Ost- und Mittelhessen 16 610 Handwerksunternehmen, das sind 336 mehr als vor einem Jahr. dpa

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