Weiter Wartezeiten bei Impftermin-Anmeldung

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Wiesbaden- Mehr als 16 000 Senioren im Alter von über 80 Jahren haben in Hessen einen Termin für eine Corona-Schutzimpfung vereinbart. Nach massiven Störungen des Buchungssystems wegen des großen Ansturms zum Auftakt der Terminvergabe konnten die Telefonhotline und das Online-Anmeldeverfahren am gestrigen Mittwoch wieder genutzt werden. Wegen der anhaltend großen Nachfrage habe es am zweiten Tag der Anmeldung aber weiterhin Wartezeiten gegeben, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit.

Zum Start der Anmeldung waren rund zehn Millionen Versuche für eine Terminierung über die Telefon-Hotline oder das Internet registriert worden. Das führte zu einem zeitweisen Ausfall des Online-Anmeldeverfahrens. Die Buchungsmöglichkeiten in den Call-Centern waren über Stunden nicht möglich. Die technischen Probleme seien aber mittlerweile behoben worden, erklärte das Innenministerium. Sowohl die Hotline als auch die Onlineplattform für die Terminvergabe liefen stabil.

Es stehen laut Ministerium insgesamt rund 60 000 Termine für die Schutzimpfung gegen das Coronavirus zur Verfügung. So viele Impfdosen werden für den Zeitraum vom 19. Januar bis 5. Februar in den sechs regionalen Impfzentren für die Erstimpfung bereitgestellt. Die wichtige Zweitimpfung erfolge dann im selben Impfzentrum wie die Erstimpfung, in der Regel etwa drei Wochen später. Termine für die Zweitimpfung würden bei der Anmeldung online oder telefonisch gleich mitvereinbart.

Virus-Mutation in Hessen

Sobald 60 000 Menschen in Hessen im Alter von über 80 Jahren ihre Termine vereinbart haben, können bis auf Weiteres keine Termine mehr gebucht werden, teilte das Ministerium mit. Im Anmeldeverfahren bereits erfolgreich registrierte Personen, die aber keinen Termin erhalten konnten, bleiben den Angaben zufolge aber gespeichert. Erst wenn weitere Impfstofflieferungen in Hessen einträfen, könne das Terminierungsverfahren wieder starten. Sobald dies der Fall sei, werde das Land Hessen darüber immer zeitnah informieren. Mehr als 400 000 Menschen in Hessen, die 80 Jahre und älter sind, kommen für einen Impftermin infrage. Die Impfung soll dann ab Dienstag nächster Woche in den regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt erfolgen. In Hessen gibt es bereits Schutzimpfungen für Bewohner und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen sowie Personal in Corona-Intensivstationen.

Innerhalb eines Tages sind in Hessen weitere 1551 Corona-Infektionen gemeldet worden. Insgesamt liegt die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle bei nunmehr 152 844, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts Mittwoch (Stand 0.00 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 128 auf 3716. Damit kommt Hessen landesweit in den vergangenen sieben Tagen auf 150 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Unterdessen ist in Hessen erstmals bei einem Patienten die womöglich ansteckendere Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Wie das Sozialministerium mitteilte, wird der Mann in einer hessischen Klinik intensivmedizinisch behandelt. Angesteckt habe er sich durch direkten Kontakt zu einer Person, die aus Großbritannien nach Deutschland eingereist war. dpa

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