Der Sprung ins kühle Nass ist jetzt für alle möglich: Ab dem heutigen Montag dürfen in Hessen Schwimmbäder, Saunen und Badeseen wieder aufmachen. FOTO: DPA
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Der Sprung ins kühle Nass ist jetzt für alle möglich: Ab dem heutigen Montag dürfen in Hessen Schwimmbäder, Saunen und Badeseen wieder aufmachen. FOTO: DPA

Ab ins Wasser

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Wiesbaden- Die Hessen sehen in der Corona-Krise neuen Erleichterungen entgegen. Sie betreffen vor allem den Freizeitsektor. Ab Montag dürfen wieder alle in Schwimmbäder oder Saunen. Auch in den Urlaub kann man wieder fliegen. Allerdings gibt es Sicherheitsmaßnahmen gegen die Infektionsgefahr. Die Zahl der bestätigten Infektionen nahm am Sonntag nur leicht zu.

Schwimmbäder für alle:Schwimmbäder, Saunen und Badeseen in Hessen dürfen ab diesem Montag wieder für alle aufmachen. Allerdings gelten weiter die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln. Zwischen Badegästen muss außerhalb und im Wasser ein Sicherheitsabstand von 1,5 Meter gewährleistet sein. Allerdings darf sich nur eine bestimmte Zahl von Menschen gleichzeitig auf Liegewiesen oder in Schwimmbecken befinden. Warteschlangen sollen vermieden werden, das gilt zum Beispiel für den Eingang und auch für Kioske. Mitglieder von Schwimmvereinen in Hessen durften bereits seit dem 1. Juni wieder ins Wasser, auch Schwimmkurse waren seitdem wieder möglich.

Urlaubsflieger starten:Endlich wieder reisen, wenn auch nicht überall hin. Es darf ab dem heutigen Montag wieder in den Urlaub geflogen werden. Reisen in viele europäische Länder sind möglich. Der Frankfurter Flughafen sieht sich gut gerüstet: "Wir haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Vorkehrungen zum Schutz der Gesundheit von Passagieren und Beschäftigten getroffen", sagte Thomas Kirner vom Flughafenbetreiber Fraport. Zum Beispiel sollen Bodenmarkierungen auf die Abstandsregelungen hinweisen, genauso wie Lautsprecherdurchsagen. Wo kein Abstand möglich ist, werde mit Plexiglasscheiben und Mundschutz gearbeitet.

Krise verändert Verhalten:Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von Zukunftsforscher Matthias Horx in Teilen der Gesellschaft dauerhafte Verhaltensveränderungen zur Folge. "Diese Krise ist ja nicht nur ein kurzer Einbruch", sagte er der dpa. Sie habe uns im Alltagsleben zu anderen Dingen gezwungen, "die wir dann aber vielleicht sogar ganz interessant fanden". Horx spricht von einer "Erfahrung der Selbstbegegnung" und der Erkenntnis, "dass vieles, von dem man glaubte, unbedingt haben zu müssen, eigentlich gar nicht so attraktiv mehr ist". Die Krise mit ihren Ein- und Beschränkungen habe viele Menschen auf sich selbst zurückgeworfen. Sie mussten neue Erfahrungen machen und sich anpassen. Dazu gehöre auch, über eigene Werte nachzudenken. Horx erwartete zumindest für einen Teil der Bevölkerung bleibende Verhaltensveränderungen. "Wir haben ja geübt: Wir haben zum Beispiel mehrere Monate lang anders kommuniziert. Wenn man Dinge übt, dann behält man sie auch bei." Die Zeit des "überzogenen Bedarfs" mit "zu viel von allem" - seien es ständige Reisen oder anderer Konsum - werde wohl einen dauerhaften Dämpfer bekommen.

Fallzahlen:Leichter Anstieg bei bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen: Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl am Sonntag (Stand 14 Uhr) um drei auf nun 10 324 seit Beginn der Pandemie, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich nicht und blieb bei 491. dpa

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