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Polizeieinsatz in Bad Homburg.

Wachsamer Blick

Wiesbaden - Die hessischen Sicherheitsbehörden haben die Veranstaltungen von Kritikern der Corona-Maßnahmen nach Angaben des Innenministeriums auf mehreren Ebenen genau im Blick. Auch in den kommenden Wochen werde die Entwicklung der Versammlungslage in Hessen seitens der Behörden »sehr wachsam beobachtet«, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. So prüfe die Polizei vor sogenannten »Montagsspaziergängen« intensiv in den Sozialen Medien und Messenger-Diensten veröffentlichte Aufrufe von Personen und Gruppen, um ihre Einsatzkonzepte frühzeitig anpassen zu können.

Zudem habe das Landeskriminalamt eine Stelle zur Sammlung von Informationen eingerichtet, um wichtige Erkenntnisse, darunter auch staatsschutzrechtliche, zu bündeln und eine Gefährdungsanalyse vornehmen zu können. Die Experten der Polizei stünden auch im ständigen Austausch mit dem Hessischen Landesamt für Verfassungsschutz (LfV), erklärte das Ministerium. Diesem sei bekannt, dass vor allem Rechtsextremisten aus dem parteigebundenen Spektrum - so etwa der Kleinstpartei Der III. Weg oder auch Anhänger der NPD - »fortlaufend für das Veranstaltungsformat der »Spaziergänge« über die sozialen Medien werben, an entsprechenden Veranstaltungen in Hessen teilnehmen sowie über ihre Teilnahme berichten«, hieß es. Am Montag hatten sich nach Angaben des Innenministeriums landesweit etwas mehr als 10 000 Menschen an Versammlungen und Ansammlungen in vielen Städten und Gemeinden im gesamten Bundesland beteiligt. dpa

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