Vollnkirchen ist Sieger bei "Unser Dorf hat Zukunft"

Hüttenberg (pm). Eine Delegation von rund 30 Vollnkirchenern, darunter auch viele Kinder, ist zur Preisverleihung nach Weimar-Niederwalgern gefahren, um aus den Händen von Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises, die Siegerurkunde im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft 2011" in Empfang zu nehmen.

Unter den dorferneuerten Orten der Gruppe A hatte sich Hüttenbergs kleinster Ortsteil gegen fünf Mitbewerber durchgesetzt. Insgesamt waren in der Region West in zwei Kategorien vier Dörfer aus dem Lahn-Dill-Kreis, vier aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf und 13 aus dem Kreis Limburg-Weilburg angetreten.

Vollnkirchner Projekte wie der Naturerlebnisweg Eselspfad, der neu entstehende Kulturpfad, die Kinderwerkstatt, das Dorf-Café sowie die Vernetzung mit der Universität in Gießen und den kommunalen Planungen bezeichnete die Wettbewerbsjury als beispielgebend und belohnte sie mit einem Geldpreis in Höhe von 3000 Euro.

Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt nahm die Siegerurkunde gemeinsam mit Ortsvorsteher Gerhard Grimm und einigen Vollnkirchener Kindern entgegen, die bereits zuvor beim Abendprogramm auf der Bühne vorgeführt hatten, wie Naturerlebnisse in ihrem Dorf funktionieren: Mit Becherlupen, Eimern und Käschern ausgestattet, erklärten sie unter Anleitung von Beate Ruppert und Revierförster Lutz Herbel, welche Experimente im Vollnkirchener Bach und im Gemeindewald durchgeführt werden können.

Andreas Knorz vom Bauamt der Gemeinde ging anschließend auf das Motto "Alles im Fluss in Vollnkirchen" und das lebendige und offene Netzwerk des Dorfes ein, das allein zur Entstehung des Eselspfads über 20 Hüttenberger Vereine und regionale Organisationen zur Zusammenarbeit bewegt hatte.

Die erstplatzierten Dörfer präsentierten ihre erfolgreichen Projekte: Der Bewertungskommission war es im Wettbewerb um eine ganzheitliche Betrachtung der Dörfer gegangen. Neben der allgemeinen Dorfentwicklung wurden auch die Grüngestaltung im Dorf, die bauliche Entwicklung, das bürgerschaftliche Engagement und die Einbettung des Dorfs in die Landschaft bewertet. Alle diese Aspekte galt es, während des Dorfrundgangs und in der Präsentation in Beispielen darzustellen.

Um engagierten Bürgern aus den weiteren teilnehmenden Orten die vielfältigen Angebote in Vollnkirchen näher zu erläutern, lud die Leiterin der Bewertungskommission und Moderatorin des Festabends, Margot Schneider vom Landkreis Marburg Biedenkopf, zu einem Infotag im Frühjahr in Vollnkirchen ein. Vollnkirchen hat sich als Erstplatzierter des Wettbewerbs der Region West für den Landesentscheid im kommenden Sommer qualifiziert und tritt dann ausschließlich gegen die weiteren hessenweiten Siegerorte an.

Foto unter www.giessener-allgemeine.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare