Vielerorts Stillstand

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Frankfurt (dpa/lhe). Wegen eines Warnstreiks bei den privaten Omnibusunternehmen ist der Busverkehr in Hessen vielerorts am Freitag zum Stillstand gekommen. "Die Streiks sind wie geplant losgegangen", sagte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel am Freitagmorgen. Demnach blieben in den großen hessischen Städten Hanau, Gießen, Darmstadt, Offenbach, Kassel und Frankfurt die Busse im Depot. "Da geht nix mehr", sagte Fritzel. Insgesamt rechnet Verdi damit, dass sich den ganzen Tag über bis zu 3000 Busfahrer an dem Warnstreik beteiligen.

Bereits mit Beginn der Frühschicht um 3.10 Uhr waren Busfahrer an verschiedenen Standorten im Warnstreik. Den Angaben zufolge fuhren gegen 4 Uhr unter anderem in Offenbach und in Bad Vilbel keine Busse. Ebenso standen Fahrgäste im Landkreis und in der Stadt Fulda, Bad Hersfeld sowie Weiterstadt teils vergeblich an der Bushaltestelle. Im Laufe des Tages soll es nach Verdi-Angaben hessenweit zu Arbeitsniederlegungen kommen. Auch kleinere Orten wie Melsungen, Gudenberg, Gelnhausen oder Erlensee könnten betroffen sein, hieß es.

Verkehrsbetriebe hatten sich angesichts der schwierigen Tarifgespräche bereits auf einen Warnstreik eingestellt. Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft Traffiq rief Fahrgäste auf, sich vor Fahrten über ihre Verbindungen zu informieren. In Frankfurt wurden von 64 Buslinien 57 bestreikt, wie ein Traffiq-Sprecher am Freitag sagte.

Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die privaten Busunternehmer hatten zuletzt angeboten, den Stundenlohn bei einer Laufzeit von vier Jahren schrittweise von 13,50 Euro auf 15,10 Euro anzuheben. Die Gewerkschaft fordert eine Anhebung auf 16,60 Euro und mehr Urlaubstage. Der aktuelle Tarifkonflikt betrifft rund 4400 Busfahrer. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 14. November angesetzt.

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