Verurteilter streitet Tresordiebstahl ab

Marburg (dpa). Ein wegen Tresordiebstahls verurteilter 42 Jahre alter Mann hat am Mittwoch in der Berufungsverhandlung beim Landgericht Marburg die Tat bestritten und drei andere Männer als wahre Mittäter beschuldigt.

Marburg (dpa). Ein wegen Tresordiebstahls verurteilter 42 Jahre alter Mann hat am Mittwoch in der Berufungsverhandlung beim Landgericht Marburg die Tat bestritten und drei andere Männer als wahre Mittäter beschuldigt. Der Mann war im April wegen gemeinschaftlich begangenen Diebstahls und Zerstörens eines Bauwerkes zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Sein 21 Jahre alter Halbbruder hatte eine Jugendstrafe von einem Jahr und neun Monaten bekommen. Er hatte die Tat bei der Polizei gestanden und den 42-Jährigen als Mittäter bezeichnet. Nun wird die Verhandlung am 2. September mit der Vernehmung von drei Zeugen fortgesetzt, die laut dem 42-Jährigen für die Tat mitverantwortlich sein sollen.

Die beiden Halbbrüder sollen im Dezember des vergangenen Jahres mit einem Pritschenwagen in den Eingangsbereich einer Marburger Trockenbaufirma gerast sein, um den sperrigen Tresor leichter herauszubekommen. Den rund 500 Kilogramm schweren Tresor haben sie nach Meinung des Amtsgerichts Marburg mit einem Seil an ihrem Auto befestigt und herausgezogen. Mit einem Gabelstapler sollen sie ihn auf den geklauten Pritschenwagen gehoben haben und davongefahren sein. In dem Behältnis befanden sich nur Geschäftsunterlagen.

Der 42-Jährige sagte vor Gericht, er habe seinem Halbbruder und dessen Freunden nur dabei geholfen, den festgefahrenen Pritschenwagen wieder freizubekommen. Mit dem Diebstahl des Tresors habe er nichts zu tun. Bei dem Einbruch in die Firma war ein Schaden von rund 13 000 Euro entstanden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Strafen des 42-Jährigen und seines 21-Jährigen Mitangeklagten für zu niedrig gehalten und Rechtsmittel eingelegt.

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