Verlust wegen Sonderfaktoren

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Bad Neustadt/Saale- Der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat im ersten Halbjahr bei steigendem Umsatz einen Verlust eingefahren. Dieser betrug unterm Strich 3,7 Millionen Euro nach einem Gewinn von 20,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019, wie die Aktiengesellschaft am gestrigen Donnerstag in Bad Neustadt an der Saale mitteilte. Zum Rhön-Konzern gehört auch das Universitätsklinikum Gießen-Marburg.

Der Umsatz erhöhte sich um 4,1 Prozent auf 670,5 Millionen Euro. Als Einflussfaktoren nannte das Unternehmen "transaktionsbedingte Aufwendungen" in Höhe von 7,7 Millionen Euro sowie 2,3 Millionen Euro für die Abfindungsvereinbarung mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied, ferner negative Effekte aus der Corona-Pandemie.

Rhön-Klinikum wurde Mitte Juli vom Hamburger Konkurrenten Asklepios übernommen. Nach Abschluss der Transaktion hält Asklepios gemeinsam mit dem Rhön-Gründer Eugen Münch 92,58 Prozent der Anteile an der Rhön-Klinikum AG.

Der operative Vorstand Gunther Weiß stellte klar: "Mit unseren fünf Standorten der Maximal- und Schwerpunktversorgung werden wir unter dem Dach der Asklepios-Gruppe ein eigenständiges und börsennotiertes Unternehmen bleiben." Rhön und Asklepios würden sich strategisch ergänzen. Asklepios betreibt nach Angaben des Bundeskartellamtes deutschlandweit 160 Gesundheitseinrichtungen, Darunter auch das Krankenhaus in Lich.

Rhön hat nach Worten von Medizin-Vorstand Bernd Griewing gezeigt, dass ihm "die Versorgung aller Patienten - mit und ohne Covid-19 - in dieser Ausnahmesituation gut gelungen ist". Auch während der Hochphase der Pandemie habe man genügend Kapazitäten für medizinische Notfälle bereitgehalten. dpa

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