Verkehrszentrale eröffnet neuen Standort

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Frankfurt (dpa/lhe). Wegen der steigenden Verkehrsbelastung auf den Autobahnen hat die Verkehrszentrale Hessen (VZH) einen neuen, moderneren Standort eröffnet. Das neue Hochtechnologie-Kontrollzentrum im House of Logistics and Mobility (HOLM) nahe dem Frankfurter Flughafen hat neun statt fünf Arbeitsplätze für Mitarbeiter, die den Verkehrsfluss in Echtzeit steuern. "Das HOLM ist einer dieser Orte, wo in der Zukunft die Lösungen erdacht werden, um Mobilität zu sichern", sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Donnerstag in Frankfurt. In den kommenden Jahren soll die Verkehrszentrale Teil dieser Innovationsprojekte werden.

Frankfurt (dpa/lhe). Wegen der steigenden Verkehrsbelastung auf den Autobahnen hat die Verkehrszentrale Hessen (VZH) einen neuen, moderneren Standort eröffnet. Das neue Hochtechnologie-Kontrollzentrum im House of Logistics and Mobility (HOLM) nahe dem Frankfurter Flughafen hat neun statt fünf Arbeitsplätze für Mitarbeiter, die den Verkehrsfluss in Echtzeit steuern. "Das HOLM ist einer dieser Orte, wo in der Zukunft die Lösungen erdacht werden, um Mobilität zu sichern", sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Donnerstag in Frankfurt. In den kommenden Jahren soll die Verkehrszentrale Teil dieser Innovationsprojekte werden.

Ein Arbeitsplatz in der Zentrale sei für die Steuerung des geplanten E-Highways an der A 5 in Südhessen reserviert, sagte Al-Wazir. Zwischen Frankfurt und Darmstadt soll bis Anfang 2019 eine Teststrecke für Elektro-Lastwagen entstehen. Der Umzug ins HOLM werde in den kommenden zwei bis drei Wochen beendet sein, teilte die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil mit.

Kühlen Kopf bewahren

Wie ein Weltraumkapitän auf der Kommandobrücke sitzt Mathias Borrmann (40) vor seinem zukünftigen Arbeitsplatz mit den großen geschwungenen Monitoren und der 30 Quadratmeter großen Bildwand. In Echtzeit laufen hier unzählige Verkehrsdaten von hessischen Autobahnen zusammen. Borrmann steuert kein Raumschiff, sondern bemüht sich als Teamleiter der neuen Verkehrszentrale im HOLM um einen reibungslosen Fluss des Straßenverkehrs.

Als "Operator" muss er einen kühlen Kopf bewahren und schnell reagieren, wenn sich irgendwo ein Stau abzeichnet. "Durch die vielen optischen Reize ist es schon anstrengend. Man bekommt aber ein Gefühl dafür, wo man seinen Fokus hinlenken muss", sagt er. Viele Abläufe seien auch automatisiert, als Operator könne er sich dann voll auf die Überwachung konzentrieren.

130 000 Fahrzeuge fahren im Rhein-Main-Gebiet täglich über die Autobahnen – mehr als doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt. Dazukommen Dutzende Tages- und Großbaustellen. 5000 Sensoren an den Straßen schicken Daten über die Anzahl und Geschwindigkeit der Fahrzeuge in Echtzeit an die VZH, die von den Operatoren rund um die Uhr, sieben Tage die Woche überwacht werden. Auf Hunderten von Kilometern können zum Beispiel Seitenstreifen freigegeben oder Geschwindigkeitsbeschränkungen angepasst werden. "Intelligente Straßen" nennt das die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil. In den kommenden Jahren soll das Netz der Streckenbeeinflussungsanlagen noch weiter ausgebaut werden.

Wenn sich ein Unfall ereignet, registrieren die Sensoren entstehende Staus, und die jeweilige Strecke leuchtet auf der großen Bildwand gelb, orange oder rot auf. "Dann müssen wir die passende Kamera ansteuern und den Seitenstreifen nach Hindernissen absuchen. Danach können wir die Strecke für den Verkehr freigeben", erzählt Borrmann. Er habe selbst auf diese Weise schon viele Staus abwenden können. Gleichzeitig stehe der Operator die ganze Zeit mit der Polizei in Verbindung. "Man kann mit wenigen Handgriffen große Effekte erzielen", sagt Borrmann. Auf viel befahrenen Abschnitten könne die Kapazität durch die Maßnahmen um 20 bis 25 Prozent gesteigert werden.

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