Verbände gegen Pferdesteuer

Warendorf/Bad Sooden-Allendorf (dpa/lhe). Im Schulterschluss machen sich vier große Verbände gegen die Pferdesteuer stark, die auch in einigen Gemeinden Hessens erhoben wird oder werden soll.

"In aller Deutlichkeit" fordern neben der Reiterlichen Vereinigung auch der Olympische Sportbund, der Bauernverband und der Bund der Steuerzahler ein Ende der kommunalen Erhebung. Als erste Kommune in Deutschland hatte Bad Sooden-Allendorf zum Jahresbeginn eine Pferdesteuer eingeführt. 200 Euro müssen pro Pferd im Jahr berappt werden.

In sechs weiteren Kommunen ist die Abgabe Thema. Gegen die Abgabe wird in wenigen Wochen zudem eine Klage von Pferdebesitzern beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht.

"Soweit darf es nicht kommen!", schreiben die Verbände in ihrer Erklärung zur Steuer. Diese sei eine willkürliche und ungerechte Bagatellsteuer. "Meist stehen ihre Erhebungskosten in keinem vernünftigen Verhältnis zu den erhofften Einnahmen", heißt es in dem Schreiben. Sport sei zudem ein wichtiger Teil der Gesellschaft, der als Aufgabe in Landes- und Kommunalverfassungen verankert ist und gefördert werde.

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