Urteil in Prozess um Verstümmelung aufgehoben

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Ein Prozess um eine Gesichtsverstümmelung muss am Landgericht Hanau neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe habe das Urteil aufgehoben. Der Fall müsse an einer anderen Kammer neu verhandelt werden.

Ein Prozess um eine Gesichtsverstümmelung muss am Landgericht Hanau neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe habe das Urteil aufgehoben. Der Fall müsse an einer anderen Kammer neu verhandelt werden.

Ein Flüchtling aus Eritrea war Ende Juni 2017 zu neuneinhalb Jahren Gefängnis wegen versuchten Totschlags und schwerer sowie gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Er hatte nach Überzeugung des Gerichts im Oktober 2016 einen Flüchtling aus Somalia schwer misshandelt und ihm unter anderem das Gesicht entstellt.

Der BGH bemängelte, dass der Sachverhalt im Urteil unzureichend dargestellt worden sei. Außerdem ergebe sich aus dem Urteil nicht ausreichend, warum der Verurteilte nach anfänglichem Einstechen mit Tötungsvorsatz seinen Tötungswillen aufgegeben haben soll.

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