Unangekündigte Wildschweinjagd sorgt für Ärger

Gießen (mö). Die Sperrung des Schiffenberger Walds hat am Samstag bei Spaziergängern und Joggern für Ärger gesorgt. Wegen einer Wildschweinjagd war das Waldgebiet bis in die Nachmittagsstunden hinein nicht zugänglich.

Rot-weiße Trassierbänder und Schilder mit der Aufschrift "Heute Jagd – Bitte nicht weitergehen" waren an etlichen Zugängen angebracht worden, darunter auch am Alten Steinbacher Weg vor der Autobahnbrücke.

Ganze Fußgängergruppen, die den womöglich vorerst letzten richtigen Wintertag für einen Marsch auf den verschneiten Hausberg nutzen wollten, drehten kopfschüttelnd ab. "Wir sind extra aus der Innenstadt hier herausgelaufen. Da hätte man vorher vielleicht mal Bescheid sagen können", kritisierte ein verärgerter Mann.

Einer der beteiligten Jäger warb bei den Naherholungssuchenden um Verständnis. Einerseits müsste der Wildschweinbestand reduziert werden, andererseits stehe unter der Woche nicht die notwendige Zahl an Helfern für die Jagd zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen sei die Sperrung unumgänglich.

Anders als vor vier Jahren, als am Schiffenberg ebenfalls eine sogenannte Schwarzwild-Drückjagd stattfand, hatte die Gießener Allgemeine im Vorfeld diesmal keine Ankündigung der Stadt bzw. ihres Jagdpächters erhalten. Damals waren allerdings auch einige Straßen zeitweise gesperrt worden. Wie viele Schwarzkittel am Samstag zur Strecke gebracht wurden, war nicht in Erfahrung zu bringen. Seinerzeit war die Jagd vergeblich gewesen, die Tiere waren rechtzeitig geflüchtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare