Umbau des Nadelöhrs beginnt

Offenbach (dpa/lhe). Das Geld ist endlich da, die Baufirma ist beauftragt, die Bagger stehen bereit: Der Umbau des Kaiserlei-Kreisels zwischen Offenbach und Frankfurt kann losgehen. Mehrere Kreuzungen werden die Verkehrsdrehscheibe ersetzen, damit Autofahrer von Ende 2019 an ohne Staus und mit weniger Unfällen vorangekommen. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben gehört zu den größten Straßenbauprojekten in Hessen. Am kommenden Montag erfolgt der Spatenstich für den mit fast 38 Millionen Euro veranschlagten Kreisel-Rückbau.

Offenbach (dpa/lhe). Das Geld ist endlich da, die Baufirma ist beauftragt, die Bagger stehen bereit: Der Umbau des Kaiserlei-Kreisels zwischen Offenbach und Frankfurt kann losgehen. Mehrere Kreuzungen werden die Verkehrsdrehscheibe ersetzen, damit Autofahrer von Ende 2019 an ohne Staus und mit weniger Unfällen vorangekommen. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben gehört zu den größten Straßenbauprojekten in Hessen. Am kommenden Montag erfolgt der Spatenstich für den mit fast 38 Millionen Euro veranschlagten Kreisel-Rückbau.

Parallel zum Bau der Kreuzungen werden die Zu- und Abfahrten der Autobahn 661 erneuert, die Darmstadt mit dem Taunus verbindet. Diese sind nach Angaben der Planer bereits mit Blick auf einen möglichen Autobahnausbau konzipiert.

Autofahrer müssen sich vom ersten Tag der Bauarbeiten an auf Umleitungen und Verzögerungen einstellen. Zum Auftakt werden nach Angaben der Stadt Offenbach Fahrspuren zeitweise gesperrt. Später sollen ganze Straßenzüge folgen. Der Radweg entlang des Mainufers bleibt jedoch befahrbar.

Gewerbegebiet erweitern

Den größten Teil der Baukosten übernimmt mit 15 Millionen Euro der Bund, Hessen steuert fast 9 Millionen Euro bei. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich ebenfalls. Sie hatte mit Offenbach lange um den Umbau gerungen. Beide Kommunen planen das gemeinsame Kaiserlei-Areal als Gewerbestandort weiterzuentwickeln. Frankfurt will dort auch auf Offenbacher Gemarkung eine Multifunktionsarena mit etwa 13 000 Plätzen bauen lassen. Ohne die Umgestaltung des Kreisels wäre der zu erwartende Verkehr nicht zu bewältigen.

Schon jetzt passieren täglich 66 000 Autos das Nadelöhr. Bei der Eröffnung vor mehr als 50 Jahren war der Verkehrsknoten auf wenige tausend Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. Offenbach blockierte die Frankfurter Hallenpläne lange – die Stadt will lieber Gewerbe ansiedeln. Erst im Januar näherten sich die Kommunen in der Streitfrage an.

Der Umbau des Kaiserlei-Kreisels hatte sich mehrfach verzögert. Zuletzt gab es Probleme wegen unterirdischer Sandablagerungen. Außerdem mussten für die Erschließung viele kleinere Grundstücksflächen zwischen Frankfurt und Offenbach umgelegt werden.

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