Eine Frau sitzt am Sonntag bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen alleine am Sandstrand des Schultheis-Weihers am Mainbogen im Osten Offenbachs. FOTO: DPA
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Eine Frau sitzt am Sonntag bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen alleine am Sandstrand des Schultheis-Weihers am Mainbogen im Osten Offenbachs. FOTO: DPA

Überwiegend diszipliniert

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Wochenende, Sonnenschein und strenge Corona-Kontaktregeln. Die Menschen in Hessen zeigen sich nach einer ersten Einschätzung der Polizei überwiegend diszipliniert. Die Zahl der Infizierten und Todesfälle steigt weiter.

Die meisten Hessinnen und Hessen haben sich trotz des sonnigen Frühlingswetters am Sonntag überwiegend an die Corona-Kontaktregeln gehalten. Das berichteten die Polizeipräsidien im Land. "Hier gab es nur kleinere Geschichten, ein paar Kinder haben zusammen Fußball gespielt oder es standen mal vier, fünf Leute zusammen", sagte ein Polizeisprecher in Kassel. Die gleichen Erfahrungen machten die Beamten in Fulda.

Unterdessen stieg die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen weiter. Registriert wurden bis Sonntag (Stand: 14 Uhr) 4567 Fälle. Das sind 242 mehr als noch am Vortag, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger SARS-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg auf 59. Das sind elf mehr als noch am Vortag. Bei den Daten ist zu beachten: Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

Kontaktregeln- Die Polizei in Darmstadt zeigte sich bei einer ersten Bilanz zufrieden: Es habe sicher Verstöße gegeben, aber keine größeren. Mit vereinten Kräften musste die Polizei in Wiesbaden dagegen am Samstagabend eine Versammlung von rund 25 Menschen auflösen, die sich auf einem Platz in der Innenstadt aufhielten. Mehrere Streifenwagen rückten an, da die Männer und Frauen teils betrunken und aggressiv waren, wie die Polizei mitteilte. Ein Beamter sei ins Gesicht geschlagen worden. Die Bilanz des Abends: Vier Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, eine Anzeige wegen Drogenbesitzes und mehrere Anzeigen.

Demonstrieren in Corona-Zeiten- Bei einer Aktion gegen die europäische Flüchtlingspolitik am Frankfurter Mainufer griff die Polizei ein. Rund 250 bis 300 Teilnehmer hätten eine Menschenkette gebildet, berichtete ein Polizeisprecher. Es sei darauf hingewiesen worden, dass die Einhaltung des Mindestabstands nicht kontrollierbar sei. Nachdem Platzverweise ignoriert worden seien, seien Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden. Ein Sprecher der Initiative "Seebrücke" sagte dagegen, der Mindestabstand eingehalten worden.

Soforthilfen- Die Anträge auf staatliche Corona-Soforthilfen in Hessen kommen nach Angaben von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) aus allen Branchen im Land. Seit dem Start des Hilfsprogramms am vergangenen Montag seien bis Freitagnachmittag 72 000 Anträge eingereicht, davon 14 000 bereits bewilligt und Geld ausgezahlt worden. Die Summe des ausgezahlten Geldes liege mittlerweile bei 142 Millionen Euro.

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