Über 43 000 Besucher im Vogelpark Uckersdorf

Herborn (pm). Die milde Witterung macht’s möglich: Natur- und Tierfreunde können den Vogelpark Uckersdorf noch bis einschließlich Montag, 30. November, besuchen. Jeweils bis 17 Uhr besteht täglich Gelegenheit, Publikumslieblingen wie Molukken-Kakadu "Coco" oder Gelbbrustara "Rickie" einen Besuch abzustatten.

Herborn (pm). Die milde Witterung macht’s möglich: Natur- und Tierfreunde können den Vogelpark Uckersdorf noch bis einschließlich Montag, 30. November, besuchen. Jeweils bis 17 Uhr besteht täglich Gelegenheit, Publikumslieblingen wie Molukken-Kakadu "Coco", Gelbbrustara "Rickie", den aparten Rosa Flamingos mit dem ersten in Herborn geschlüpften Jungtier "Pink", der großen Gruppe Weißstörche, dem handzahmen Zwergmuntjakhirsch "Benno" und seiner Familie, den nur hasengroßen Parmakängurus oder den possierlichen Lisztäffchen, einen Besuch abzustatten.

Im neuen Amphibienvivarium tummelt sich Nachwuchs des in seiner Heimat leider ausgerotteten Mexikanischen Querzahnmolchs. Ohnehin war das Jahr 2009 im Nachzuchtbereich der Uckersdorfer recht erfolgreich. So vergrößerten u. a. neben den Störchen, Ibissen, Hammerköpfen, Papageien, Lachenden Hänsen und Muntjaks erstmals auch die Flamingos und die seltenen Balistare ihre Familien. Das bewährte Zuchtpaar der kostbaren Rotbrustkrontaube zieht derzeit den schon zweiten Jungvogel dieses Jahres groß, die Schneeeule "Hedwig" wurde gar sechsfache Mutter.

Die am 1. Dezember beginnende Winterpause im Vogelpark bedeutet aber keinesfalls "Winterruhe" - vielmehr wird das Vogelparkteam auch in den nächsten Monaten bis zur Saisoneröffnung im März fleißig arbeiten.

Neben der täglichen Betreuung der zu einem großen Teil in die geheizten Innenvolieren umziehenden Vögel und anderen Tiere stehen Renovierungsarbeiten an den Gehegen und Voliere und eine Entschlammung der Teiche ebenso an wie die Pflege der gärtnerischen Anlagen. Überdies soll mit Unterstützung des Vogelparkvereins eine begehbare Voliere für seltene heimische Vögel, möglichst sogar Eisvögel, bis zum Frühjahr fertiggestellt werden. Das Vogelparkteam erhofft sich von dieser Voliere eine erhöhte Attraktivität besonders für begeisterte Naturfotografen.

Unter dem Motto "Artenvielfalt ist Lebensqualität" engagiert sich das Vogelparkteam in Zusammenarbeit mit der Stadt Herborn, dem Institut für Biologiedidaktik der Universität Gießen, dem Johanneum-Gymnasium und verschiedenen Naturschutzorganisationen für den Natur- und Artenschutz sowie die Umweltbildung. Davon überzeugten sich in diesem Jahr bislang schon mehr als 43 000 Besucher. Somit ist 2009 das nach 2007 (43 170 Gäste) in der Besucherbilanz zumindest zweiterfolgreichste Jahr in der 43-jährigen Geschichte des Naturerlebniszentrums.

Etwa 80 Prozent der jährlichen Betriebskosten erwirtschaftet das Vogelparkteam selbst. Für die Zukunftsfähigkeit des Herborner Vogelparks als Naturerlebniszentrum und außerschulischer Lernort ist folglich - nach eigenen Angaben - die Erweiterung der derzeit nur knapp ein Hektar großen Parkfläche auf etwa 2,5 Hektar dringend erforderlich. Allerdings liegt ein zwar kleiner, aber bedeutender Teil der geeigneten Erweiterungsfläche in der Nachbarschaft des Vogelparks im Schutzwaldbereich. Die Stadt Herborn hat deswegen inzwsichen bei der Oberen Forstbehörde beim Regierungspräsidium Gießen die Aufhebung des Schutzwaldstatus für diesen Bereich beantragt.

Die Verantwortlichen von Stadt und Vogelpark hoffen auf eine rasche und für die Weiterentwicklung des Parks positive Entscheidung.

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