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Eine S-Bahn passiert nahe des Bahnhofs von Bad Vilbel eine Brückenbaustelle. Die Deutsche Bahn informierte gestern über die Fortschritte des Programms "Frankfurt RheinMain plus".

Tunnel, Gleise und Dämme

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Schneller und pünktlicher soll der Regionalverkehr rund um Frankfurt dank einer Reihe von Schienenbauprojekten werden. Das Erste von ihnen, die S-Bahn-Station Gateway Gardens, dürfte bis zum Jahresende fertig sein. Und die anderen?

Es gab Verzögerungen, es gab Rückschläge. Aber gestern war Georg Port sicher: Im Dezember 2021 fahren hier Züge. "Da würde ich fast drauf wetten", versicherte er. Port ist Teilprojektleiter am Homburger Damm, einem der Großprojekte der Deutschen Bahn unter dem Obertitel Frankfurt RheinMain plus. Insgesamt fließen bis 2030 mehr als zwölf Milliarden Euro in die Infrastruktur. Profitieren dürften davon die rund 5,5 Millionen Menschen in der Pendlerregion, denn die Maßnahmen sind vor allem für den Regionalverkehr gedacht.

Zum Beispiel am Homburger Damm im Frankfurter Stadtteil Gallus. Kurz vor dem Frankfurter Hauptbahnhof sollen den Zügen statt einem zwei Gleise zur Verfügung stehen, um Staus zu verhindern. "Am Ende des Tages steht dann auf Gleis eins nie wieder ein Regionalzug", sagt der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), der sich gestern vor Ort über die Baufortschritte informierte.

Das Projekt Homburger Damm ist Teil der Bemühungen, den Fern- und den Regionalverkehr im Frankfurter Hauptbahnhof in getrennten Bereichen unterzubringen. "Fern und Regionalverkehr sollen künftig möglichst kreuzungsfrei sein", sagt Gerd-Dietrich Bolte, Leiter des Bereichs Großprojekt Mitte der DB Netz AG. Das bedeutet dann auch, dass Regionalzüge nicht mehr so häufig am Eisenbahnknoten Frankfurt auf einen ICE oder anderen Fernzug warten müssen. Denn der Fernverkehr hat auf der Strecke Vorrang vor dem Regionalverkehr.

Doch Bolte muss auch ein paar bittere Pillen verteilen - bitter jedenfalls für alle, die am Abend des 25. Oktober oder in der Nacht zum 26. in Frankfurt eine Bahnreise planen oder mit Zug oder S-Bahn zum Flughafen wollen. Für eine andere Infrastrukturmaßnahme, die Anbindung der S-Bahn-Station Gateway Gardens, muss die Software der elektronischen Stellwerke aktualisiert werden. "Vier Stunden lang wird nichts fahren", sagt Bolte. Zusammen mit Vor- und Nachbereitungszeit wird es sogar länger dauern: Von 19.30 Uhr am Freitag bis 14.30 Uhr am Samstag, dem 26. Oktober, ist die Bahnstrecke vom Frankfurter Hauptbahnhof zum Flughafen gesperrt. Von 2.30 Uhr bis 9.30 Uhr sind am Samstag zudem alle Bahnstrecken vom und zum Hauptbahnhof gesperrt. "Es wird Konsequenzen für den Fernverkehr geben", sagt Bolte. Züge fallen aus oder enden im Fall des Regionalverkehrs am Rande des Stadtgebiets. Von dort werde es einen Ersatzverkehr geben. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind nicht betroffen.

Doch dafür ist am künftigen S-Bahn-Bahnhof Gateway Gardens unweit des Frankfurter Flughafens der Baufortschritt unübersehbar. "Beide Gleise sind drin, alles fertig für die Oberleitung", sagt Projektleiter Uwe Schmidt. Im September sollen die Rolltreppen kommen, dann der Aufzug - bis zur Eröffnung der Station mit dem Fahrplanwechsel im Dezember dürfte das zu schaffen sein. Von Ende Oktober bis Mitte Dezember wird im Tunnel rund um die Uhr gearbeitet - dann wird der S-Bahn-Verkehr vom Frankfurter Hauptbahnhof zum Flughafen an den Fernbahnhof des Airports verlegt.

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