Trinkwasserverunreinigung durch Legionellen bestätigt

Bad Nauheim / Wiesbaden (dpa). Knapp vier Monate nach dem Tod einer Patientin der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim hat Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) eingeräumt, dass das Trinkwasser des Krankenhauses in der Vergangenheit mehrfach mit Legionellen verunreinigt war.

Bad Nauheim / Wiesbaden (dpa). Knapp vier Monate nach dem Tod einer Patientin der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim hat Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) eingeräumt, dass das Trinkwasser des Krankenhauses in der Vergangenheit mehrfach mit Legionellen verunreinigt war. In den letzten zwei Jahren sei in der Klinik bei drei von vier routinemäßigen Untersuchungen das Bakterium nachgewiesen worden, erklärte er in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion.

Im Frühjahr war eine Herzpatientin in dem Krankenhaus an einer Blutvergiftung gestorben, nachdem sie sich mit Legionellen-Bakterien infiziert hatte. Laut Banzer waren die Wasserleitungen des Hauses gespült und spezielle Bakterienfilter eingebaut worden, nachdem die Proben positiv ausgefallen waren. Damit seien die Vorgaben der Deutschen Trinkwasserverordnung erfüllt worden. Diese sieht u. a. regelmäßige Kontrollen in Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen oder Hotels vor. Legionellen gedeihen in warmem Wasser. Infektionsquellen sind häufig Klimaanlagen, Duschen und andere Warmwassereinrichtungen. Die Infektion beginnt meist mit Husten, Durchfall und Fieber. Später kann es zu schweren Lungen- und Rippenfellentzündungen kommen.

Eine direkte Ansteckungsgefahr von Mensch und Mensch gibt es nicht. Seit 2001 erkrankten in Hessen nach Auskunft der Landesregierung mehr als 300 Menschen an der Krankheit, 18 von ihnen starben.

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