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Gottesanbeterin breitet sich in Hessen aus - Forschung braucht Hilfe von der Bevölkerung

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Von: Erik Scharf

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Nach dem „tödlichsten Tier der Welt“ kommt nun die Gottesanbeterin. Naturfreunde in Hessen sind zur Hilfe aufgerufen, um das Insekt besser erforschen zu können.

Frankfurt – Nach dem „tödlichsten Tier der Welt“ kommt nun die Gottesanbeterin. Allerdings verrät schon der Name der beiden Insektenarten, dass es sich diesmal um eine angenehmere Spezies handelt. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) bittet bei der Erforschung der Gottesanbeterin um Hilfe aus der Bevölkerung.

Vor fast einem Jahr, im September 2021, meldete das HLNUG noch: Das “tödlichste Tier der Welt“, die Asiatische Tigermücke, ist in Hessen entdeckt worden. Unter bestimmten Bedingungen kann die Asiatische Tigermücke beispielsweise das Zika-Virus durch einen Stich auf den Menschen übertragen. Aufmerksame Bürger hatten das Tier im Main-Taunus-Kreis und im Kreis Bergstraße entdeckt.

Die Gottesanbeterin taucht vermehrt in Hessen auf. Forscher wollen mehr über das Insekt herausfinden.
Die Gottesanbeterin taucht vermehrt in Hessen auf. Forscher wollen mehr über das Insekt herausfinden. © Reiner Conrad/PantherMedia/Imago

Gottesanbeterin vermehrt sich in Hessen: Bürger sollen Beobachtungen des Insekts melden

In Hessen hoffen die Wissenschaftler vom HLNUG nun auch wieder auf Hilfe aus der Bevölkerung. Um mehr über die Gottesanbeterin zu erfahren, sollen Bürgerinnen und Bürger Beobachtungen der Fangschrecke melden. Das Insekt ist bis zu siebeneinhalb Zentimeter groß, kann verschiedene Farben annehmen und wird auch in Hessen zunehmend heimisch.

2006 sei an der Bergstraße nahe der Ruine Starkenburg in Heppenheim erstmals ein Vorkommen nachgewiesen worden, teilte das HLNUG am Montag (16. August) in Wiesbaden mit. Im Sommer 2021 habe es mit insgesamt 107 verifizierten Meldungen etwa genauso viele Funde der Gottesanbeterin wie im Vorjahr gegeben. „Das Insekt scheint sich in weiten Teilen Südhessens wohlzufühlen und immer mehr zu etablieren“, schreibt das HLNUG in einer Mitteilung.

Hessen: Trockenes Sommerwetter optimal für Gottesanbeterin

Für die Gottesanbeterin sei das trockene und warme Sommerwetter in Hessen besonders günstig. Farblich kommt die Gottesanbeterin oft in grün, aber auch bräunlich bis strohfarben daher und harrt oft auf Grashalmen oder Pflanzenstauden, um dann mit der sechsfachen Geschwindigkeit eines Augenaufschlags mit ihren Fangarmen zuzuschlagen.

„In den vergangenen Jahrzehnten hat die Gottesanbeterin ihr Territorium kontinuierlich nach Norden erweitert“, teilte das HLNUG mit. Bürgerinnen und Bürger können Sichtungen der Gottesanbeterin melden. (esa mit dpa)

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