Dieses digitale Bezahlterminal ist nun im neuen Tegut-Markt in Fulda zu finden, der ganz auf Selbstbedienung setzt.
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Mitarbeiter sind Fehlanzeige: Der neue Tegut in Fulda setzt auf Selbstbedienung und wirkt damit sogar einem aktuellen Trend entgegen.

Neueröffnung

Tegut: Entsteht die Filiale der Zukunft in Fulda? Besonderes Konzept für Kunden

  • vonKim Luisa Engel
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  • Florian Dörr
    Florian Dörr
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Bringt die Zukunft uns digitalisierte Supermärkte ohne Verkäufer? Tegut realisiert ein entsprechendes Konzept derzeit in Fulda. Nun hat der neue Markt seine Türen für Kunden geöffnet.

  • Ein neuer Tegut-Laden in Fulda hat durchgängig und sieben Tage die Woche geöffnet.
  • Auf nur 50 Quadratmetern können Kunden aus über 950 Artikeln auswählen.
  • Dabei wirkt der Mini-Tegut dem weiter wachsenden Trend des Online-Shoppings entgegen.

Fulda – Dieser Supermarkt sorgt für Schlagzeilen über Hessen hinaus: Tegut hat am Donnerstag (05.11.2020) in Fulda eine Filiale präsentiert, die ohne Verkäufer auskommen soll. Der neue Markt, der den Namen „tegut-teo“ trägt, verspricht ein völlig neues Konzept. Das System wurde bereits von Mitarbeitern getestet, nun sollen auch normale Kunden dort einkaufen gehen..

Neuer Tegut in Fulda: Selbstbedienung rund um die Uhr

Wie funktioniert die neue Tegut-Filiale ohne Verkäufer? Auf nur 50 Quadratmetern haben Kunden zukünftig 24 Stunden am Tag Zeit, ihren Einkauf zu erledigen – und das an jedem Tag in der Woche. Zutritt verschafft man sich per QR-Code und „tegut-teo“-App, oder mit einer Giro- oder Kreditkarte, die man am Eingang abscannt. Trotz der kleinen Fläche bietet der neue Tegut in Fulda insgesamt bis zu 950 Artikel an. Am Ende ihrer Einkaufstour angelangt, scannen die Kunden ihre Einkäufe entweder per Smartphone oder am Terminal die Waren selbst ein. Eine weitere Neuerung stellen elektronische Preisschilder dar, die zukünftig nicht mehr manuell ausgetauscht werden müssen.

Fulda: Ein Tegut ohne Verkäufer als Zukunft?

Kreiert wurde das neue Einkaufserlebnis als Antwort auf die stetig wachsende Konkurrenz durch Online-Shopping. Dies suggeriert auch der Werbeslogan für den neuen Tegut-Mini-Markt: „Das, was ich brauche. Da, wo ich es bauche. Dann, wann ich es brauche“. Mitarbeiter könnten durch den Wegfall von herkömmlichen Kassen und den Austausch der Schilder anderswo eingesetzt werden, erläutert Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet dem Portal „Osthessen News“.

Gutberlet prophezeit auch, dass kleinere Flächen immer mehr an Bedeutung gewinnen würden, nicht nur in Fulda. Sie böten Alternativen für Standorte, an denen sich ein großer Markt nicht gelohnt habe. Gerade für Städte lohne sich der „tegut-teo“, der mit seinem Namen Bezug auf Tegut-Gründer Theo Gutberlet nimmt. Immer mehr Supermärkte verlassen die Innenstädte, die oft höhere Ladenmieten und eine erschwerte Anreise mit dem Auto mit sich bringen.

In diesem und dem kommenden Jahr will Tegut insgesamt zehn solcher Kleinstläden an Standorten eröffnen, wo klassische Supermärkte zu groß seien, darunter etwa in Neubaugebieten, vor öffentlichen Einrichtungen, wie Kliniken und Universitäten, an Verkehrsknotenpunkten und auf Firmengeländen. (Florian Dörr und Kim Luisa Engel mit dpa)

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