Amnestie

Tausende Hessen geben ihre Waffen ab

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Das Angebot zur straffreien Abgabe illegaler Waffen ist eifrig genutzt worden. Bevor Pistolen eingeschmolzen werden, gibt es noch Ermittlungen: Sind mit ihnen Straftaten verübt worden?

Über 7200 legale und illegale Waffen sind im Zuge der Amnestie zur straffreien Abgabe den hessischen Sicherheitsbehörden übergeben worden. "Das ist eine gute Nachricht", sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. Weniger Waffen im privaten und öffentlichen Raum bedeuteten mehr Sicherheit. "Denn Waffen haben im öffentlichen Raum nur etwas in den Händen von Polizisten zu suchen."

Konkret wurden nach Angaben des Ministeriums 1802 illegale Schusswaffen abgegeben. Dabei handele es sich um 1029 Kurz- und 773 Langwaffen. Bevor sie eingeschmolzen werden, überprüfen Experten des Landeskriminalamtes, ob mit den Waffen Straftaten verübt worden sind.

Bis Anfang Juli war es möglich, straffrei illegal besessene Waffen sowie Munition bei den Waffen- und Polizeibehörden abzugeben. Hintergrund ist die Änderung des Waffengesetzes durch den Bund Mitte vergangenen Jahres, nach der auch eine erneute waffenrechtliche Amnestieregelung in Kraft trat.

Neben den abgegebenen Schusswaffen aus illegalem Besitz seien im Rahmen der Amnestieregelung auch insgesamt 5411 Schusswaffen aus legalem Besitz hessenweit den Behörden übergeben worden, teilte das Ministerium mit. 3289 Kurz- und 2122 Langwaffen seien abgegeben worden. Dazu wurden den Angaben zufolge 32 681 Stück und rund 437 Kilogramm Munition aus illegalem sowie 74 792 Stück und rund 71 Kilogramm Munition aus legalem Besitz übergeben.

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