Tatverdächtiger: Brüder erschossen und verbrannt

Dillenburg/Herborn (pm/dpa/ik). Bei den Ermittlungen nach dem Verbleib der seit Februar spurlos verschwundenen Brüder Waldemar Stenke und Alexander Penner aus Herborn haben die Behörden offenbar einen Durchbruch erzielt - mit traurigem Fazit: Die beiden Vermissten sind aller Wahrscheinlichkeit nach tot.

Dillenburg/Herborn (pm/dpa/ik). Bei den Ermittlungen nach dem Verbleib der seit Februar spurlos verschwundenen Brüder Waldemar Stenke und Alexander Penner aus Herborn (die AZ berichtete) haben die Behörden offenbar einen Durchbruch erzielt - mit traurigem Fazit: Die beiden Vermissten sind aller Wahrscheinlichkeit nach tot.

Mitte Juni hatte die Polizei drei Tatverdächtige im Alter von 24, 54 und 59 Jahren in ihren Wohnungen in Bischoffen, Aßlar und in Siegen festgenommen. Die Ermittler der Sonderkommission (Soko) "Merlin" vermuteten, dass der vermisste 26-Jährige und sein 32 Jahre alter Halbbruder Opfer einer Gewalttat wurden.

In einer richterlichen Vernehmung hat sich der 59-jährige Tatverdächtige nun erstmals zum Sachverhalt geäußert und zumindest einen seiner beiden Söhne entlastet. Demnach hatte es am 1. März in seiner Werkstatt in Dillenburg-Niederscheld (Neuhaus) eine Auseinandersetzung mit Alexander Penner und Waldemar Stenke gegeben. In deren Verlauf - so sagte der 59-Jährige aus - seien mehrere Schüsse aus einem Gewehr abgegeben worden. Dabei sollen beide Brüder tödlich getroffen worden sein. Im Anschluss seien die Leichen vollständig verbrannt und die Tatwaffe im Nebenraum einer Scheune versteckt worden. Tatsächlich haben Polizisten das Gewehr dort im Zuge umfangreicher Durchsuchungen sichergestellt.

Kriminaltechnische Untersuchungen an der Waffe stehen noch aus. Grund für das Aufeinandertreffen der Beteiligten sollen nach Aussage des 59-Jährigen Probleme seines noch inhaftierten Sohnes mit den Brüdern gewesen sein. Hintergrund dieser Probleme seien Drogengeschäfte.

Die Polizei sucht Zeugen, die insbesondere am Abend 1. März im Bereich jener Werkstatt in Niederscheld sachdienliche Beobachtungen gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft Limburg hat für Hinweise, die zur Ermittlung der Täter führen, 2000 Euro Belohnung ausgesetzt.

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