Tafeln rechnen mit weniger Spenden

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Wiesbaden- Die Tafeln in Hessen rechnen zum Jahresende mit einer deutlich nachlassenden Spendenbereitschaft. "Wir erwarten einen starken Rückgang im vierten Quartal", sagte Willi Schmid, Vorsitzender des Landesverbandes Tafel Hessen in Wetzlar. Bisher sei das Spendenjahr trotz oder gerade wegen Corona "sehr positiv" verlaufen. Unternehmen und Privatleute hätten deutlich mehr gespendet als im Vorjahresvergleich - sowohl Geld als auch Waren. Es sei aber zu befürchten, dass dabei teilweise Weihnachtsspenden vorgezogen worden seien.

Die 57 Tafeln in Hessen verteilen 25 000 Tonnen Lebensmittel pro Jahr an Bedürftige. Sie unterstützen 100 000 Menschen mit Essen und Dingen des täglichen Bedarfs. Die Hilfseinrichtungen finanzieren sich laut Schmid zu 80 Prozent über Spenden, 20 Prozent würden durch den symbolischen Beitrag eingenommen, den Tafelkunden entrichten.

Das Deutsche Rote Kreuz in Hessen (DRK) hat bisher kaum Änderungen in der Spendenbereitschaft festgestellt. "Allerdings haben wir als DRK Hessen noch unser diesjähriges Spendenmailing beziehungsweise den vorweihnachtlichen Spendenaufruf vor uns", sagte Sprecherin Gisela Prellwitz. Man blicke optimistisch auf die Weihnachtszeit. Angesichts der Corona-Krise, die viele Menschen auch finanziell stark einschränke, sei eine Prognose aber schwer. dpa

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