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Streuobstwiesen besser schützen

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Bad Soden - Das Land Hessen will verstärkt den Erhalt von Streuobstwiesen fördern. Dazu wird unter anderem im Main-Taunus-Kreis ein landesweites Streuobstwiesenzentrum eingerichtet, das Anlauf- und Beratungsstelle für Kommunen, Vereine, Verbände und Privatpersonen sein soll, wie das hessische Umweltministerium am Mittwoch mitteilte.

»Über 5000 Tier- und Pflanzenarten leben auf einer Streuobstwiese, die damit zu den artenreichsten Lebensräumen in Hessen gehört«, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). »Mit der Streuobstwiesenstrategie schützen wir die Artenvielfalt und damit auch unser Leben und unsere Zukunft.« Nach Angaben des Ministeriums wurden mit nachlassender wirtschaftlicher Bedeutung in den vergangenen Jahrzehnten viele Obstwiesen gerodet.

Hinz überreichte dem Main-Taunus-Kreis einen Förderbescheid über 478 000 Euro für die Errichtung des Streuobstwiesenzentrums. Zudem stelle das Land eine weitere Million Euro pro Jahr für den Schutz von Streuobstwiesen bereit.

Der Naturschutzbund Hessen begrüßte die Strategie des Landes zur Förderung von Streuobstwiesen. »Hessen hat eine besondere Verpflichtung zum Erhalt und zur Neuanlage dieser für viele hessische Regionen so typischen und hochgradig gefährdeten Kulturlandschaft«, sagte der Landesvorsitzende Gerhard Eppler.

Auch die hessischen Landschaftspflegeverbände (LPV), deren Koordinierungsstelle ihren Sitz in Reiskirchen (Landkreis Gießen) hat, begrüßen die Streuobstwiesenstrategie. »Streuobstwiesen sind eines unserer artenreichsten Biotope und von großer Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Hessen«, sagte LPV-Landeskoordinator Dr. Dietmar Simmering. dpa

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