Frankfurt

Streifenwagen fahrunfähig gemacht und Polizisten mit Böllern beworfen

Junge Männer haben in Frankfurt massiv einen Polizeieinsatz behindert. Auf die Beamten warfen sie Böller und Steine. Unterstützung erschwerten die Täter durch Straßensperren.

Kurz vor Mitternacht wurde in der Nacht zum Sonntag die Polizei wegen einer Ruhestörung in eine Tiefgarage in Frankfurt-Schwanheim gerufen. Dort sollten sich etwa 25 lärmende Jugendliche aufgehalten. Als die Polizisten in der Tiefgarage eintrafen, konnten sie noch neun junge Männer antreffen, deren Personalien aufnehmen und Platzverweise aussprechen.

Ein 19-Jähriger ging auf so aggressive Weise die Beamten an, dass die Beamten ihm Handfesseln anlegen mussten. Dagegen leistete er Widerstand. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Doch damit war der Einsatz noch nicht zu Ende: Als die Beamten aus der Tiefgarage zurück zu ihren Streifenwagen kamen, mussten sie feststellen, dass an zwei Funkwagen Reifenventilstifte entfernt worden waren, so dass die Fahrzeuge nicht mehr fachtüchtig waren. Ein Abschlepper musste her. Sowohl die Anfahrt, als auch die Abfahrt der Hilfe wurde jedoch dadurch erschwert, dass Mülltonnen und Dixi-Toiletten auf die Straße gezogen wurden. Außerdem warfen Unbekannte Steine, Plastikflaschen und Böller auf die Beamten, das Abschleppfahrzeug und die Streifenwagen. Der Abschlepper wurde nicht beschädigt, an den Streifenwagen entstanden Dellen und Kratzer. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Verursacher hierzu sind nicht bekannt.

Nachdem der eigentliche Einsatz beendet war, wurde Polizei und Feuerwehr gegen 2.20 Uhr erneut eine brennende Mülltonne in Frankfurt-Schwanheim gemeldet. Die Mülltonne konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden. Ein geparktes Auto wurde geriet durch die Hitzeentwicklung in ebenfalls in Mitleidenschaft. Beamte kontrollierten vor Ort drei junge Männer, denen zuvor bereits Platzverweise ausgesprochen worden waren. Da sie diesen nicht nachgekommen sind, wurden sie zur Durchsetzung des Platzverweises in Polizeigewahrsam genommen.

Im weiteren Verlauf der Nacht kam es zu keinen weiteren Straftaten. Die Ermittlungen unter anderem wegen der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung durch Feuer und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden aufgenommen.

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