Stichtag: 18. Mai

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Das Coronavirus prägt weiterhin Leben und Politik in Hessen, doch in manchen Bereichen kündigen sich neue Lockerungen an. Für Schüler wird der 18. Mai wichtig.

Während die Debatte um weitere Lockerungen in der Corona-Krise andauert, gibt es für hessische Schüler eine konkrete Perspektive. Am 18. Mai soll für einige von ihnen zumindest ein eingeschränkter Klassenunterricht anlaufen. Der Überblick vom Dienstag:

Unterricht mit Einschränkungen:Am 18. Mai soll an Hessens Schulen für zahlreiche weitere Kinder und Jugendliche wieder der Klassenunterricht in eingeschränkter Form beginnen. Darunter sind die Viertklässler und alle Schüler an weiterführenden Schulen. Die übrigen Grundschüler der Klassen eins bis drei sollen am 2. Juni in die Klassenräume zurückkehren, wie das Kultusministerium auf dpa-Anfrage in Wiesbaden mitteilte. Wegen der Corona-Pandemie gibt es in Hessen derzeit nur für die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen Präsenzunterricht.

Ab dem 18. Mai soll ein Schulbetrieb für die Sekundarstufe I, die Einführungsphase der Sekundarstufe II und die Intensivklassen für Schüler mit schlechten Deutschkenntnissen zumindest eingeschränkt anlaufen, erläuterte das Ministerium. Außerdem ist eine weitere Öffnung der Berufsschulen geplant.

Kommunen wollen Vorbereitungszeit:Der Hessische Städtetag hat für bevorstehende Lockerungen in der Corona-Krise eine ausreichende Vorlaufzeit für die Kommunen angemahnt. "Die Erfahrungen der letzten Woche zeigen, dass die Öffnung von öffentlichen Einrichtungen eine längere Vorbereitungszeit braucht", sagte der Präsident des Hessischen Städtetages, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD). "Das nimmt mehr Zeit als nur ein Wochenende in Anspruch." Außerdem forderte der Städtetag vor den Bund-Länder-Gesprächen bundeseinheitliche Regelungen.

Corona-Zahlen:In Hessen gibt es nun 8585 bestätigte Infektionen mit den Coronavirus. Das waren nach einer Mitteilung des Sozialministeriums vom Dienstag 44 Fälle mehr als am Vortag (Stand 14 Uhr). Die Zahl der Todesfälle stieg um zwölf auf 384.

Maskenpflicht:Der Verwaltungsgerichtshof Kassel will heute über die Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie entscheiden. Ein Kläger wehre sich gegen die Verordnung des Landes Hessen, eine Mund-Nase-Bedeckung in Geschäften, Post- und Bankfilialen zu tragen, sagte ein Justizsprecher am Dienstag. Der Antragsteller begründe seinen Eilantrag mit dem Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, das beeinträchtigt werde.

Mietenbegrenzung:Die SPD-Fraktion im hessischen Landtag fordert angesichts der Corona-Krise mehr Schutz für Mieter vor unbegrenzt steigenden Wohnungskosten. "Wir wollen Auswüchse verhindern, aber faire Vermieter nicht bestrafen", sagte die wohnungspolitische Sprecherin Elke Barth am gestrigen Dienstag in Wiesbaden.

Nach dem Vorschlag der Sozialdemokraten sollten Mieten, die oberhalb von 80 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, fünf Jahre lang maximal in Höhe der jährlichen Inflationsrate erhöht werden dürfen. Diese Forderung bezieht sich auf Kommunen, in denen bereits eine Mietpreisbremse gilt. Jürgen Lenders von der FDP sagte, mit sozialer Marktwirtschaft habe der SPD-Ansatz nichts zu tun.

Selbstzahlertest:Seit Montag können sich Selbstzahler in der Notfallambulanz des Frankfurter Flughafens vorsorglich auf Covid-19 testen lassen. Dabei handele es sich um einen freiwilligen Nasen-Rachen-Abstrich zum Nachweis des Virus auch ohne Anzeichen einer Erkrankung beziehungsweise um eine freiwillige Antikörperbestimmung durch ein Labor, sagte eine Sprecherin. Es handele sich nicht um einen Schnelltest, ein Termin müsse online vereinbart werde.

Frankfurter Flughafen:Am Frankfurter Flughafen hat sich der Einbruch der Passagierzahlen wegen der Corona-Krise fortgesetzt. Vom 27. April bis 3. Mai zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport nur 48 570 Fluggäste und damit 96,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank nun um 8,0 Prozent auf 35 877 Tonnen.

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