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Ungewöhnlich schwach frequentiert präsentiert sich eine der Hauptverkehrsadern in der Region. Auf der A5 zwischen Frankfurt und Kassel (hier in der Gemarkung Fernwald-Steinbach) waren am Samstag und Sonntag die Fahrzeuge zeitweise an einer Hand abzuzählen.

Verkehr

Stau in Hessen: ADAC nennt konkrete Zahlen - Appell an Autofahrer

Die Corona-Krise hat auch deutliche Auswirkungen auf den Verkehr in Hessen. Für die Straßen liefert der ADAC beeindruckende Zahlen.

  • In Corona-Krise deutlich weniger Staus in Hessen
  • Pendler, Ausflügler und Urlauber bleiben zu Hause
  • Doch einige Autofahrer nutzen Situation aus

Homeoffice, Unsicherheit, Kontaktverbot: Das öffentliche Leben in Hessen hat sich durch die Corona-Krise deutlich verändert. Auch auf den Straßen wird das deutlich. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club vermeldet nun konkrete Zahlen zu Staus. 

Demnach verzeichnete der ADAC in der zwölften Kalenderwoche - vom 16. bis zum 22. März also - in Hessen einen deutlichen Rückgang der Stauereignisse auf Hessens Straßen. Konkret: Staute sich der Verkehr in der Vorwoche noch auf 1.525 Kilometern, lag die Gesamtlänge in der KW12 bei nur noch 182 Kilometern. 

Coronavirus Hessen: Deutlich weniger Staus

Während die Auto- und Lkw-Fahrer in Hessen zuvor eine Stau-Gesamtdauer von 435 Stunden zu durchgestehen hatten, betrug die Staudauer vom 16. bis zum 22. März nur noch knapp 70 Stunden. 

"Wir sehen jetzt die Auswirkungen des 'Shutdowns' auch auf den Straßen“, erklärt Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. "Pendler, Ausflügler und Urlauber bleiben derzeit weitestgehend zu Hause. Dadurch sind kaum Pkw unterwegs."

Coronavirus Hessen: Ausnahmesituation für Lkw-Fahrer

Wenig überraschend dabei: Das Lkw-Verkehrsaufkommen ist laut Allgemeinem Deutschen Automobil-Club nahezu gleich geblieben, um die notwendige Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Aufgrund der Ausnahmesituation dürfen Lkw mit wichtigen Lebensmitteln und Hygieneartikeln derzeit auch sonntags unterwegs sein.

Vereinzelt beobachtet der ADAC derweil ein Ausnutzen der derzeitigen Verkehrssituation. "Die Zeiten leerer Autobahnen sollten jetzt nicht für hohes Tempo und Raserei genutzt werden", appelliert Wolfgang Herda. "Es gilt weiterhin das Gebot von Vorsicht und Rücksichtnahme – nicht nur auf Autobahnen, sondern auch auf Landstraßen und in den Innenstädten."

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