Stadt Nidderau investiert vier Millionen Euro in das Freizeitbad

Nidderau (pm). Die Zeiten von Waschbeton und Eisengittern werden im Sommer 2011 ein Ende haben. Nachdem das Freizeitbad in Heldenbergen in den vergangenen Jahren im Innenbereich schon mehrfach modernisiert und ausgebaut worden ist, erfährt nun das Entree eine Frischzellenkur. Für vier Millionen Euro erhält das Bad einen komplett neuen Eingangsbereich.

Nidderau (pm). Die Zeiten von Waschbeton und Eisengittern werden im Sommer 2011 ein Ende haben. Nachdem das Freizeitbad in Heldenbergen in den vergangenen Jahren im Innenbereich schon mehrfach modernisiert und ausgebaut worden ist, erfährt nun das Entree eine Frischzellenkur. Für vier Millionen Euro erhält das Bad einen komplett neuen Eingangsbereich.

Im Maßnahmenpaket enthalten sind zudem ein neues Kinderplanschbecken, der Ausbau der Cafeteria, ein Eltern-Kind-Bereich und neue Umkleiden für das Freibad sowie umfangreiche Investitionen in die Technik.

In der jüngsten Stadtverordnetensitzung stellten die Parteien die Weichen für das Projekt, mit dem der Sanierungsstau beseitigt werden soll. Als der Zweckverband Mittelpunktschwimmbad Nidderau zum Jahresende 2008 aufgelöst wurde, verpflichteten sich die Mitgliedskommunen Hammersbach, Nidderau, Niederdorfelden und Schöneck Mittel in Höhe von 745 000 Euro bereitzustellen. Der Main-Kinzig-Kreis als fünftes Ex-Mitglied des Zweckverbandes steuert 630 000 Euro bei.

Die Stadt Nidderau stellt als nun alleiniger Betreiber 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem avisierte das Land Hessen im Mai einen Zuschuss, dessen Höhe allerdings erst bei der Überreichung des Förderbescheids bekanntgegeben wird. Diesen übergibt Staatssekretär Boris Rhein am Dienstag um 17 Uhr vor Ort im Freizeitbad in der Konrad-Adenauer-Allee. Die Stadt wird letztlich den zu den vier Millionen Euro fehlenden Betrag X als "Sahnehäubchen" drauflegen, sagt Bürgermeister Gerhard Schultheiß: "Mit der Sanierung und Modernisierung setzen wir ein deutliches Signal für die Attraktivität des Standorts Nidderau. Schwimmbad, Schule und Kino-Center sind Anker bei der Gestaltung der neuen Stadtmitte."

Im Spätsommer 2011 soll sich das Freizeitbad mit einem komplett neuen Eingangsbereich präsentieren. Der architektonisch einladende Baukubus beheimatet unter einem schlanken Dachaufbau einen neuen Eltern-Kind-Bereich, eine erweiterte Cafeteria mit Wartebereich und Kassen, erläutert der Bürgermeister. Der alte Eingangsbereich fällt der Abrissbirne zum Opfer. Die Umkleiden für das Freibad werden komplett neu errichtet, ein neues Kinderplanschbecken gebaut.

Modernisierung der Wasseraufbereitung

Das Technikbündel sieht die Modernisierung der Wasseraufbereitung des Nichtschwimmerbeckens, der Wasserleitungen und der Lüftungsanlage sowie diverse energetische Maßnahmen vor. Zudem wird eine behindertengerechte Rampe zum Freibadbereich installiert.

Ausgetauscht werden auch die Fenster im Hallenbad, die bei der Installation der Edelstahlbecken im Jahr 2007 durch fehlerhafte Beizarbeiten einen "Schleier" erhalten hatten. Schon damals hatte der Zweckverband 70 000 Euro der Baurechnung einbehalten und für diese Maßnahme zurückgestellt. Im 2008 komplett neu errichteten Saunabereich wird es marginale Änderungen zur Verbesserung des Raumangebots geben, so Schultheiß.

Die umfassende Baumaßnahme macht die Komplettschließung des Freizeitbades von Ende 2010 bis Spätsommer 2011 erforderlich. "Uns bleibt keine andere Wahl. Der Betrieb parallel zu den Bauarbeiten ist zu risikoreich und darüber hinaus unwirtschaftlich. Die Bauvorschriften und die Sicherung der Baustelle genießen Priorität", wirbt der Bürgermeister um Verständnis der Badegäste. Die detaillierten Pläne für den Umbau werden noch vorgestellt. Vereine und Schulen erhalten separat Informationen zu Maßnahmen und Schließungszeiten.

Das Vier-Millionen-Euro-Paket ist nach der 70-Meter-Rutschbahn (1997), Edelstahlwannen, Strömungskanal und Massagedüsen für das Freibad (2002), Edelstahlbecken für das Hallenbad (2007) und neuer Sauna (2008) sowie steten Investitionen in die Technik der letzte große Baustein für die Modernisierung des Freizeitbades, so Schultheiß. Eine günstigere Energiebilanz und ein erhoffter Zuwachs an Besuchern aufgrund der höheren Attraktivität soll das Betriebsminus beim ständigen Zuschussbetrieb Schwimmbad reduzieren. "Wir sind uns sicher, dass das neue Freizeitbad den Bürgern ein paar schöne Stunden im Alltag beschert", betont der Bürgermeister.

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