Stadt feiert Goldmedaillengewinner

Nidderau (cf). Die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Nidderau ist spitze: Von der 14. Feuerwehrolympiade des Weltfeuerwehrverbandes CTIF in Ostrava (Ostrau) in Tschechien kehrten die Wehrleute aus Eichen und Erbstadt mit je einer Goldmedaille zurück. Am Montagabend wurde den erfolgreichen Olympioniken ein begeisterter Empfang auf dem Windecker Marktplatz bereitet.

Nidderau (cf). Die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Nidderau ist spitze: Von der 14. Feuerwehrolympiade des Weltfeuerwehrverbandes CTIF in Ostrava (Ostrau) in Tschechien kehrten die Wehrleute aus Eichen und Erbstadt mit je einer Goldmedaille zurück. Am Montagabend wurde den erfolgreichen Olympioniken ein begeisterter Empfang auf dem Windecker Marktplatz bereitet.

Fans aus Eichen und Erbstadt hießen die Heimkehrer mit Transparenten willkommen. Darauf stand zu lesen: "Ihr habt’s drauf - wir sind stolz auf Euch!" und "Ob im Osten oder Westen - Erbstädter sind die Besten!" Gerührt und stolz ließen sich die 14 Olympiateilnehmer aus Eichen und ihre sechs Kollegen aus Erbstadt, die durch drei Wehrleute aus Heldenbergen verstärkt worden sind, feiern.

Für das Team aus Eichen war es bereits die neunte CTIF-Olympiade gewesen. Die amtierenden Deutschen Meister aus Eichen, die fast alle deutschen Rekorde halten, zählten zu den Topfavoriten. Sie waren neun Mal zur Olympiade teilweise mit zwei Teams angereist. Und immer mit einer Goldmedaille im Gepäck zurückgekehrt. Die Eichener holten bei den CTIF-Olympiaden insgesamt 14 Medaillen.

Strahlende Gesichter auch bei den Olympia-Newcomern aus Erbstadt. Sie hatten bei ihrer Premiere auf Anhieb eine Goldmedaille geholt. Beide Teams dankten Trainer Klaus Schmitt für seinen Einsatz und "die tolle Zeit" in Ostrava. Für Schmitt war es die fünfte Olympiade gewesen. Er war gleichzeitig Trainer aller sechs deutschen A-Gruppen.

Auf die alle vier Jahre stattfindende Olympiade hatten sich die Teams intensiv vorbereitet. Thorsten Hild aus Heldenbergen trainierte das Team Erbstadt-Heldenbergen, Klaus Schmitt die Gruppe Eichen A1. In der Endphase wurde drei Mal pro Woche intensiv trainiert. Mit Erfolg, denn alle haben sich einmal mehr als Meister ihres Fachs präsentiert. Qualifiziert haben sich die beiden Wettkampfgruppen für das internationale Kräftemessen der weltweit besten Experten in Sachen Prävention und Feuer- löschen bereits im vergangenen Jahr bei den Deutschen Meisterschaften in Böblingen. Die Qualität der Nidderauer Wehren unterstreicht die Statistik: Bundesweit haben sich nur 13 Mannschaften für die Olympiade qualifiziert, davon fünf aus Hessen.

Die 3000 Feuerwehrleute aus 28 Nationen traten in 100 Wettkampfgruppen gegeneinander an. Geprüft wurde das Können der Wehrleute in feuerwehrtechnischen und sportlichen Disziplinen. Jedes Team bestand aus zehn Mitgliedern, von denen neun beim Löschangriff und acht bei der Staffel starteten.

"Es war ein Stressprogramm. Die nervliche Anstrengung war hoch. Alle Teams trainierten noch einmal die beiden Disziplinen Löschangriff und Staffellauf vor Ort, um für die Wettkämpfe bestens gerüstet zu sein", sagte Oberfeuerwehrmann Frank Hens aus Erbstadt. Zunächst mussten die Teams einen Löschangriff aufbauen. Es musste eine Wasserversorgung aus einem offenen Gewässer mit vier Saugschläuchen hergestellt werden. Beim 50 Meter langen Staffellauf mit Hindernissen ersetzte ein Stahlrohr das Holz. Schnelligkeit und korrekte Ausführung der Aufgabenbeschreibung wurden benotet.

Wie gut die beiden Teams ihre Aufgabe bewältigt haben, verkündete voller Stolz Bürgermeister Gerhard Schultheiß in seiner Rede. Die Erbstädter brauchten für den Aufbau des Löschangriffs 36,11 Sekunden, die Eichener 36,52 Sekunden. Die Staffel absolvierte das Erbstädter Team in 57,97 Sekunden und die Eichener in 54,34 Sekunden. Jeder Teilnehmer bekam zur Erinnerung an seine Olympiateilnahme eine goldene Spange und das Team eine Goldmedaille.

Zu den Gratulanten auf dem Windecker Marktplatz gehörten Stadtbrandinspektor Dieter Bauer, der Bundestagsabgeordnete Sascha Rabe, der Landtagsabgeordnete Hugo Klein, der stellvertretende Landrat André Kavai, Kreisbrandinspektor Markus Bussanni und Peter Hens von der Vereinsgemeinschaft Erbstadt.

Der Posauenchor aus Eichen-Erbstadt unter Leitung von Gerd Hartherz umrahmte Empfang und Feier musikalisch.

Die Olympiateilnehmer bestritten die Kosten für Anreise, Kost und Logis aus eigener Tasche. Bürgermeister Schultheiß belohnte die Leistung der Wehren mit Zuschüssen von je 1500 Euro für jede Mannschaft, die das Stadtparlament bewilligt hatte. Timo Heinzmann von der Feuerwehr Eichen und Torsten Hild von der Erbstädter Wettkampfgruppe konnten sich über zusätzlichen Geldsegen freuen. Kreisbrandinspektor Bussanni steuerte je 1000 Euro aus dem Kreisausgleichsstock bei und Harald Popp, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, überwies je 1000 Euro.

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