Lübcke-Prozess

Soko-Leiter sagt aus

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Frankfurt- Nach dem Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im Juni 2019 hat die Polizei zunächst in alle Richtungen ermittelt. Das sagte der Leiter der Sonderkommission in seiner Zeugenaussage am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt. Als die Ermittler ihre Arbeit aufnahmen, seien ein Suizid oder ein Unfall zunächst ebenso wenig ausgeschlossen worden wie ein Tötungsdelikt, sagte der Kriminaldirektor in seiner Aussage. "Zu dem Zeitpunkt war noch nicht klar, was überhaupt passiert war", sagte der Soko-Leiter über den Beginn der Ermittlungen.

Im Ausschlussverfahren sei dann aber klar geworden, dass eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Tat mit einem politischen Motiv spreche. Da weder an den Händen Lübckes noch an der Oberbekleidung Schmauchspuren festgestellt worden waren, sei die Möglichkeit eines Suizids schnell fallen gelassen worden. dpa

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