Sofort abweisen

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Frankfurt (dpa/lhe). Ein Notaufnahmearzt im Krankenhaus soll künftig schnell entscheiden, ob der Patient stationär aufgenommen wird oder nicht. Reicht eine ambulante Behandlung, muss er den Patienten sofort – und zwar ohne weitere Untersuchung – an niedergelassene Ärzte und deren Bereitschaftsdienste verweisen.

Frankfurt (dpa/lhe). Ein Notaufnahmearzt im Krankenhaus soll künftig schnell entscheiden, ob der Patient stationär aufgenommen wird oder nicht. Reicht eine ambulante Behandlung, muss er den Patienten sofort – und zwar ohne weitere Untersuchung – an niedergelassene Ärzte und deren Bereitschaftsdienste verweisen.

Diese Regelung, die im April in Kraft treten soll, kritisieren hessische Notaufnahme-Mediziner als unverantwortlich und schlagen Alarm, zumal sie auch gelte, wenn ein Rettungsdienst den Patienten in die Notfallaufnahme gebracht hat. Nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) schaffe die neue Gebührenordnung vor allem Klarheit und regele die Modalitäten der Abrechnung.

Für die Entscheidung bekommen die Notfallärzte künftig 4,74 Euro. Das entspreche etwa zwei Minuten, kritisierte die Arbeitsgemeinschaft Zentraler Notaufnahmen Hessen gestern in Offenbach. Bislang seien es durchschnittlich etwa 30 Euro pro Patient, und die Notaufnahmen arbeiteten damit schon jetzt hoch defizitär.

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