Besser und schneller von A nach B: Eine Regionalbahn kurz vor Erreichen des Frankfurter Hauptbahnhofs. Der Schienenverkehr in Hessen soll weiter ausgebaut werden. FOTO: DPA
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Besser und schneller von A nach B: Eine Regionalbahn kurz vor Erreichen des Frankfurter Hauptbahnhofs. Der Schienenverkehr in Hessen soll weiter ausgebaut werden. FOTO: DPA

Was sich 2021 auf den Schienen tut

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Der Schienenverkehr soll in Hessen Zug um Zug weiter ausgebaut werden. Auch im Jahr 2021 gibt es nach Angaben des Verkehrsministeriums etliche Vorhaben, um die Beförderung von Personen und Gütern attraktiver und schneller zu machen.

Ein Überblick über die Projekte, die Verkehrsminister Tarek Al-Wazir angekündigt hat:

Zweigleisiger Ausbau Homburger Damm- Die Zufahrt aus Richtung Bad Homburg, Königstein, Wiesbaden und Limburg in den nördlichen Teil des Frankfurter Hauptbahnhofs wird zweigleisig ausgebaut. Das soll die Grundlage für eine Umgestaltung und Leistungssteigerung des unmittelbaren Zulaufes auf den Frankfurter Hauptbahnhof bilden. Behinderungen zwischen ein- und ausfahrenden Nahverkehrszügen und dadurch entstehende Wartezeiten sollen beseitigt werden. Zudem werde durch die Bauarbeiten die Möglichkeit geschaffen, die Nahverkehrszüge aus Richtung Limburg, die derzeit hauptsächlich im Südteil des Hauptbahnhofes enden, in den Norden zu verlegen, heißt es aus dem Ministerium. Dadurch soll die Südseite des Hauptbahnhofes von Nahverkehrszügen entlastet und Kapazitäten für den Fernverkehr geschaffen werden.

Ausbau Knoten Frankfurt-Stadion- Die Maßnahme umfasst den Ausbau des Bahnhofs Frankfurt-Stadion. Dieser wird von vielen Nah- und Fernverkehrslinien durchfahren. Nach Abschluss der Maßnahmen soll eine komplette viergleisige Streckenführung vom Frankfurter Hauptbahnhof über Niederrad und Stadion bis nach Zeppelinheim vorhanden sein. Dazu ist auch eine zusätzliche Mainbrücke ergänzend zu den Brücken in Niederrad erforderlich.

Nordmainische Bahn- Die Nordmainische S-Bahn soll eine direkte, umsteigefreie Verbindung von Hanau und den zwischen Hanau und Frankfurt nördlich des Mains gelegenen Gemeinden in die Frankfurter Innenstadt bieten. Dazu werden zwei systemeigene S-Bahn-Gleise parallel zur bestehenden nordmainischen Strecke gebaut. Für die betroffenen Orte soll sich so die Fahrzeit verkürzen. Zudem werden die Bahnhöfe und Haltepunkte auf der Strecke barrierefrei ausgebaut. Das Projekt soll auch zur Engpassauflösung im Bahnknoten Frankfurt beitragen, indem Kapazitäten auf der bestehenden Strecke freigesetzt werden.

Aus-/Neubaustrecke Hanau - Gelnhausen - Fulda- Der Ausbau der bestehenden Strecke von Hanau nach Gelnhausen auf vier Gleise und der Bau einer zweigleisigen Neubaustrecke von Gelnhausen nach Fulda als Ergänzung der bestehenden Strecke sollen der Beseitigung einer der größten Engpässe im hessischen und deutschen Schienennetz dienen. Wegen der starken Auslastung der Bestandsstrecke im Nah-, Fern- und Güterverkehr ist sie als überlasteter Fahrweg gemeldet und erlaubt keine nennenswerten Angebotsverbesserungen mehr.

Der kombinierte Aus- und Neubau soll nicht nur die genannten Engpässe beseitigen, sondern auch die Fahrzeit im Fernverkehr verkürzen. Darüber hinaus werde die Bevölkerung an der bestehenden Strecke entlastet, weil der nächtliche Güterverkehr auf die Neubaustrecke verlagert werden soll.

Systemeigene Gleise für die S6- Die Ausbaumaßnahme umfasst den Bau zweier S-Bahn-Gleise parallel zu den beiden bestehenden Streckengleisen von Frankfurt-West nach Friedberg. Die Maßnahme ist in die beiden Teilabschnitte Frankfurt-West - Bad Vilbel und Bad Vilbel - Friedberg geteilt. Ziel des Projekts ist die Entmischung von S-Bahn- und übrigem Verkehr. Das soll die Voraussetzung dafür schaffen, einen 15-Minuten-Takt auf der S-Bahn-Strecke auch bis Friedberg einzuführen.

Außerdem sollen so S-Bahn, Regional- und Fernverkehr pünktlicher werden. Für die S-Bahn ist das nach Angaben des Verkehrsministeriums besonders wichtig, weil Verspätungen der S6 dann nicht mehr im Bereich der Tunnelstammstrecke Frankfurt auf nahezu sämtliche übrigen S-Bahn-Linien übertragen werden können. Im Bereich des Regionalverkehrs sollen zusätzliche Kapazitäten für ein größeres Zug-angebot geschaffen werden.

Ausbau und Elektrifizierung der Taunusbahn zur Verlängerung der S5- Zur Verbesserung des Angebots im ÖPNV im Bereich der Taunusbahn (Strecke Friedrichsdorf - Usingen - Grävenwiesbach - Brandoberndorf) ist vorgesehen, die derzeit in Friedrichsdorf endende S-Bahn der Linie 5 zunächst bis nach Usingen zu verlängern. Dazu muss die Strecke, die sich im Besitz des Verkehrsverbands Hochtaunus befindet und durch die Hessische Landesbahn betrieben wird, elektrifiziert und ausgebaut werden.

Verlängerung Stadtbahn U5 ins Europaviertel Frankfurt- Die zu verlängernde Stadtbahnlinie U5 soll Fahrgäste über den Frankfurter Hauptbahnhof in das auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs neu geschaffene Europaviertel bringen und dieses damit an den öffentlichen Personennahverkehr anbinden. Geplant ist eine 2,7 Kilometer lange Strecke mit vier Stationen. Der Streckenverlauf führt von der unterirdischen Station Güterplatz über eine Rampe an die Oberfläche und in der Mitte der Europa-Allee auf einem Rasengleis weiter Richtung Westen. Die Stationen Emser Brücke, Europagarten und Wohnpark werden auf Straßenniveau gebaut.

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