Seniorensicherheit weiter im Fokus

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Fulda (dpa/lhe). Nach positiver Bilanz weitet die Polizei in Osthessen eine landesweit einzigartige Sicherheitskampagne für Senioren aus. Das Präventionsprogramm "Senioren sind auf Zack" werde fortgesetzt, wie der Fuldaer Polizeipräsident Günther Voß der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im Frühjahr 2019 werde es eine weitere Großveranstaltung geben. Der Ort wurde noch nicht festgelegt. Zudem seien Vorträge in interessierten Städten und Kommunen geplant. Dazu lägen bereits vier Anfragen vor.

Fulda (dpa/lhe). Nach positiver Bilanz weitet die Polizei in Osthessen eine landesweit einzigartige Sicherheitskampagne für Senioren aus. Das Präventionsprogramm "Senioren sind auf Zack" werde fortgesetzt, wie der Fuldaer Polizeipräsident Günther Voß der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im Frühjahr 2019 werde es eine weitere Großveranstaltung geben. Der Ort wurde noch nicht festgelegt. Zudem seien Vorträge in interessierten Städten und Kommunen geplant. Dazu lägen bereits vier Anfragen vor.

Viele Tatversuche vereitelt

Zwischen Mai und Oktober hatte die Polizei sechs Veranstaltungen in verschiedenen Städten zur Verkehrs- und Kriminalprävention ausgerichtet. Zielgruppe waren Senioren, die mit Verhaltenstipps davor bewahrt werden sollten, Opfer von Betrügern und Einbrechern zu werden. Einmalig macht das Konzept der Dreiklang aus Fachvorträgen, Experten-Gesprächen und einem "Markt der Sicherheit", auf dem sich Besucher zu diversen Themen informieren können.

Allein zu den Experten-Gesprächen seien rund 700 Besucher gekommen, bilanzierte die Polizei. Weitere Besucher hätten die anderen Veranstaltungsangebote wahrgenommen. Der Fuldaer Polizeipräsident Voß resümierte zum Nutzen der Aktion: "Seit dem Auftakt unserer Kampagne stellen wir eine größere Sensibilität mit Blick auf unsere Kernthemen Verkehrs- und Kriminalprävention fest." Mit der Resonanz bei den sechs Veranstaltungen könne die Polizei zufrieden sein.

Etliche Tatversuche sind seither offenbar bereits vereitelt worden. Die Beamten berichten: Seit Beginn der Kampagne wurden dem Polizeipräsidium Osthessen rund 250 Versuchsfälle bekannt, bei denen sich Betrüger am Telefon als "Enkel", "Polizeibeamte" oder "BKA-Beamte" ausgegeben oder sogenannte "Erpresser-Mails" übersandt haben sollen. "In all diesen Fällen wandten sich die Betroffenen frühzeitig an die ›richtige‹ Polizei", sagte Voß.

Dennoch kann Polizeipräsident Voß nicht ganz zufrieden sein: Trotz erkennbarer Sensibilisierung komme es nach wie vor zu Betrügereien, bei denen die Geschädigten meist einen hohen Vermögensschaden erleiden und oft um die Ersparnisse ihres ganzen Lebens gebracht werden. "Dies macht mich sehr betroffen und zeigt mir, dass auch weiterhin ein großer Aufklärungsbedarf besteht."

Ältere stärker im Fokus

Laut dem Hessischen Landeskriminalamt (LKA) geraten Senioren immer stärker in den Fokus von Verbrechern. Mit diversen Tricks versuchten sie, ältere Bürger zu betrügen oder zu bestehlen. "Sie werden häufiger durch Eigentums- und Vermögensdelikte geschädigt und sind bei Trickdiebstahl und Betrug überrepräsentiert", sagte LKA-Sprecher Christoph Schulte.

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