Selina startet im Kino und als Pop-Sternchen durch

Wetzlar (chl). "Nur einmal will ich wissen, wie es ist dich zu küssen. Alles ändert sich. Ich bin nicht mehr ich. Nur einmal will ich wissen, wie es ist, dich zu vermissen. Alles wegen dir. Ich steh neben mir." So lautet der Refrain der rock-poppigen Schmuseballade "Ich bin nicht mehr ich", den die rothaarige Hanna in der zurzeit im Grünberger Kino und im Licher "Traumstern" laufenden Teenager-Komödie "Freche Mädchen" bei einer Casting-Show vorsingt und auf die Entdeckung als Sängerin hofft. Hanna ist eine von drei Freundinnen (Hanna, Kati, Mila), den Hauptrollen in diesem Film, der auf vier Jugendromane von Bianka Minte-König aus der erfolgreichen Buchreihe "Freche Mädchen - freche Bücher" beruht. Sie wird von der 15-jährigen Wetzlarerin Selina Shirin Müller gespielt.

Wetzlar (chl). "Nur einmal will ich wissen, wie es ist dich zu küssen. Alles ändert sich. Ich bin nicht mehr ich. Nur einmal will ich wissen, wie es ist, dich zu vermissen. Alles wegen dir. Ich steh neben mir." So lautet der Refrain der rock-poppigen Schmuseballade "Ich bin nicht mehr ich", den die rothaarige Hanna in der zurzeit im Grünberger Kino und im Licher "Traumstern" laufenden Teenager-Komödie "Freche Mädchen" bei einer Casting-Show vorsingt und auf die Entdeckung als Sängerin hofft. Hanna ist eine von drei Freundinnen (Hanna, Kati, Mila), den Hauptrollen in diesem Film, der auf vier Jugendromane von Bianka Minte-König aus der erfolgreichen Buchreihe "Freche Mädchen - freche Bücher" beruht. Sie wird von der 15-jährigen Wetzlarerin Selina Shirin Müller gespielt.

Peinlich berührt ist Selina von der entsprechenden Filmszene des Vortrags, weil sie nach einem Sprint durch einen Regenschauer mit nassem, durchsichtigem T-Shirt auf der Showbühne steht. Aber genauso verpeilt, chaotisch und verwirrt wie Hanna sieht sich Selina auch im wirklichen Leben. Da hat Regisseurin Ute Wieland ("FC Venus") wohl ein passendes Gespür bei der Besetzung gehabt.

Peinlich müssen der jungen Wetzlarerin und Zehntklässlerin der Kestnerschule aber nicht ihr neu entdecktes Schauspieltalent und schon gar nicht ihre eindrucksvolle Gesangsstimme sein. In der Teenager-Komödie machen Hanna (Selina), Kati (Henriette Nagel) und Mila (Emilia Schüle) nicht nur aufregende Erfahrungen mit der ersten Liebe, inniger Freundschaft ("Kein Typ der Welt ist es wert, dass man die Freundschaft riskiert!") und dem Erwachsenwerden, sondern treiben ihren jugendlichen "wichtigeren" Themen so manchen Lehrer und Erwachsenen an den Rand des Wahnsinns. Gerade die (u.a. Armin Rohde, Piet Klocke, Anke Engelke) sind in ihren Rollen fast auf einem Theo-Lingen-Niveau komisch, aber eben moderner überzeichnet, dass Lachattacken beim Zuschauer nicht ausbleiben.

Anders als die Film-Hanna hat aber Selina die ersten Stufen zum Pop-Himmel schon erklommen. Nach erfolgreichen Teilnahmen unter anderem beim ORF-Kiddy-Contest oder dem Wettbewerb "Beste Stimme" des Fernseh-Kinderkanals "Kika" hat sie vor einem Jahr bereits eine Single-CD ("Dein Tag") bei der Plattenfirma EMI herausgebracht. Geschrieben und produziert wurde dieser genauso wie der aktuelle Filmsong vom bekannten Gespann Jeanette Biedermann und ihrem Freund Jörg Weisselberg.

Das Lied "Ich bin nicht mehr ich" ist nicht nur pünktlich zum Kinostart als Single erschienen, sondern ein komplettes Album mit dem Titel "Mädchen kommen immer ... (ans Ziel)" steht nun seit 15. August in den Regalen der Plattenläden.

Einige der darauf enthaltenen Songs singt Selina auch im Film, wie etwa "So weit" (Biedermann /Weisselberg) oder "Sag mir" (Oli Biehler), aber auch die Debütsingle "Dein Tag", das zweite Lied der neuen Single, die Up-tempo-Nummer "Küssen macht süchtig" oder der hymnische Titel "Hau mit mir ab". "Da sind viele liebesähnliche Lieder dabei", erzählt Selina.

Die Songs zeichnen sich durch Selinas zwischen sinnlich hauchend und energisch röhrend balancierenden Stimme aus, die genauso ausdrucksstark und soulig wirkt und gleichzeitig ein mädchenhaft reines Timbre und görenhafte Kessheit ausstrahlt.

Ein bereits am 30. Mai gedrehtes Video zur Single "Ich bin nicht mehr ich" verdeutlicht auch optisch, auf welche charakterliche Schiene das Bild der Sängerin Selina ausgerichtet ist: Genau die, auf der Selina sowieso im Alltag entlang pendelt: freche, launische Attitüden, flippige Klamotten, die Symbolik des Indie- und Punkrock und trotzdem ein Hauch von Sinnlichkeit und Verliebtheit - so wie eine deutsche Avril Lavigne. Stolz berichtet Selina, dass sie ihre Songs unter anderem im Berliner Tonstudio vom "Ich+Ich"-Sänger Adel Tawil aufgenommen hat.

Mehr noch würde es die 15-Jährige freuen, wenn es einen zweiten Teil von "Freche Mädchen" geben würde. "Wenn alles gut läuft" und die Zuschauerzahlen für sich sprechen, gehen diese Erwartungen eventuell in Erfüllung, erzählt Selina von Planungen. "Schön wäre es, wenn dann die gleichen Leute wieder mitspielen würden. Denn wir haben uns toll verstanden", blickt sie in die Zukunft. Mit einigen der Jungdarsteller steht Selina deshalb weiterhin in regem Kontakt, ob per Internet-Chat, E-Mail oder am Telefon. Jonathan Beck (Sohn von Schauspieler Rufus Beck), der im Film den Mitschüler Markus spielt, hat Selina kürzlich bei einem Interview-Termin für Jugendmagazine in München wieder getroffen.

Am Mittwoch, 3. September, wird Selina nach der "Freche Mädchen"-Vorstellung (Beginn 17 Uhr) um 18.30 Uhr zur Autogrammstunde im Grünberger Lichtspielhaus erwartet. Kinobetreiberin Edith Weber freut sich schon auf zahlreiche (junge) Kinofans. ()

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