Sechs helle Köpfe managen die Keltenwelt

Glauburg (pm/geo). Mit einem Kooperationsvertrag haben das Land Hessen und der Wetteraukreis die vertragliche Grundlage für die Fortsetzung der Zusammenarbeit beim neuen Landesmuseum "Keltenwelt am Glauberg - Archäologischer Park, Museum, Forschungsinstitut" gelegt. Das neue Haus wird am Donnerstag, 5. Mai, eröffnet.

Glauburg (pm/geo). Mit einem Kooperationsvertrag haben das Land Hessen und der Wetteraukreis die vertragliche Grundlage für die Fortsetzung der Zusammenarbeit beim neuen Landesmuseum "Keltenwelt am Glauberg - Archäologischer Park, Museum, Forschungsinstitut" gelegt. Das neue Haus wird am Donnerstag, 5. Mai, eröffnet.

"Kreis und Land begreifen die Keltenwelt als einen wichtigen Beitrag zur touristischen und tourismuswirtschaftlichen Entwicklung der Region. Sie streben darüber hinaus auch eine Vermarktung der zahlreichen regionalen Angebote an", sagten Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, Landrat Joachim Arnold und Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith bei der Unterzeichnung im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Inhaltliche Konzeption und Weiterentwicklung der "Keltenwelt" als Teil des Dezentralen Archäologischen Landesmuseums liegen beim Land. Der Kreis engagiert sich mit dem Ziel, die Attraktivität der Wetterau darzustellen.

Seit den umfangreichen Ausgrabungen in den späten achtziger Jahren bis zum Bezug des Neubaus hat das Land nach den Worten der Ministerin insgesamt mehr als 17 Millionen Euro in das Glauberg-Projekt investiert.

Der Kooperationsvertrag gilt zunächst für zwei Jahre. Sofern die Partner keine anderslautende Erklärung abgeben, gilt er anschließend unbefristet weiter und kann jeweils bis zum 30. Juni mit Wirkung zum 1. Januar des Folgejahres gekündigt werden.

Archäologin an der Spitze

In der Region noch weitgehend unbekannt ist das sechsköpfige Team, das das Museum mit Leben erfüllen wird. Geleitet werden soll es von der 44-jährigen Archäologin Katharina von Kurzynski, die aus Niedersachsen stammt, unter anderem in London studiert hat und bislang im Landesmuseum Hannover sowie auf der Saalburg gearbeitet hat. Museumsaufbau-Erfahrung bringt sie aus Kalkriese am Teutoburger Wald mit. An den Glauberg kam Kurzynski im September 2007. Sie erstellt Konzepte für die Ausstellung und erarbeitet Inhalte für Veranstaltungen und Vorträge. Akzente setzte sie bei der Gestaltung des Gebäudes und Außengeländes.

Thomas Lessig-Weller wohnt in Assenheim. Der gebürtige Niederbayer studierte Ur- und Frühgeschichte in Erlangen und bildete sich später zum PR-Referenten fort. Erfahrungen sammelte er bei Ausgrabungen, zudem erarbeitete er schon diverse Ausstellungskonzepte. Für die Keltenwelt am Glauberg entwickelt Lessig-Weller museumspädagogische Angebote.

Kerstin Wald wohnt in Rommelhausen und ist Fremdsprachensekretärin. Die 39-Jährige übernimmt das Sekretariat. Ihr Kollege Volker Schwarz wohnt in Wölfersheim. Der gebürtige Berliner und gelernte Chemielaborant lebt seit zweieinhalb Jahren in Hessen und hat sich im Tourismus-und Eventbereich weitergebildet. Unter anderem betreute der 43-Jährige im vergangenen Jahr die Landesgartenschau in Bad Nauheim. Zu seinen Aufgaben zählen das Entwickeln von Veranstaltungen und der Aufbau eines kulturellen Forums.

Der gebürtige Schlesier Miroslav Michalik wohnt seit 14 Jahren in Düdelsheim. Der 46-Jährige ist Gärtner und staatlich geprüfter Wirtschafter. Nach 14-jähriger Arbeit in der Industrie bildete er sich 2009 zur Fachkraft für Haustechnik weiter und arbeitet in der Keltenwelt als Haus- und Museumstechniker. Er fertigt Rohlinge für Ausstellungen an und ist für die Klimatisierung und Beleuchtung zuständig.

Dr. Ines Balzer ist in Fürth bei Nürnberg aufgewachsen und lebt heute in Ortenberg. Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie studierte sie in Erlangen, Hamburg und Tübingen, arbeitete im Archäologischen Museum in Freiburg und betreute größere Ausstellungen. Derzeit ist sie damit beschäftigt, auf dem Glauberg ein Forschungszentrum aufzubauen. Sie möchte neue Ausgrabungen initiieren und nationale und internationale Kooperationen forcieren. Sowohl auf universitärer als auch musealer Ebene möchte sie die Welt der Kelten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Die sechs Vollzeitbeschäftigten werden von Honorarkräften und Ehrenamtlichen unterstützt.

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