Schwingbach weckt das Interesse - auch von Forschern

Gießen/Hüttenberg (agl). Wissenschaftliche Forschung und Interessantes für Spaziergänger fließen in der Studienlandschaft Schwingbachtal quasi zusammen.

Umweltwissenschaftler der Uni Gießen - genauer: des Instituts für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement - haben dieses Projekt ins Leben gerufen und in enger Kooperation mit dem Hüttenberger Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt bereits zu einem guten Teil umgesetzt. Ziel ist es, dass entlang des Schwingbachs drei jeweils 1,5 bis zwei Kilometer lange Lernpfade entstehen. Eventuell soll ein vierter hinzukommen, dann an der Mündung in den Kleebach.

Derzeit ist der zweite Pfad zur Hälfte fertig, und zu einer Präsentation des bis dato Entstandenen kamen am Freitag der Bürgermeister sowie Privatdozent Dr. Lutz Breuer, die beiden Doktoranden Natalie Orlowski und Florian Lauer sowie Katja Keim als wissenschaftliche Hilfskraft am Hochwasserrückhaltebecken zwischen Rechtenbach und Hochelheim zusammen. Breuer hat gemeinsam mit Prof. Hans-Georg Frede das Projekt gestartet.

Am Zusammenfluss des Vollnkirchener Bachs und des Schwingbachs ist bereits vor zwei Jahren der erste Rundweg entstanden, einen dritten soll es oberhalb von Vollnkirchen geben. An Schautafeln und interaktiven Elementen können sich Interessierte beispielsweise über Streuobstwiesen, Bodenentwicklung, Gewässerstruktur, Hochwasserrückhaltebecken und Klimamessstationen informieren. Die Tafeln wurden von der Uni Gießen konzipiert und von der Firma PR Textildruck aus Wetzlar gedruckt; die Halterungen sind teilweise von der Hüttenberger Seniorenwerkstatt gefertigt worden.

Auch aus Zwecken der Forschung widmet sich das Gießener Institut dem Schwingbach: Natalie Orlowski untersucht die Wasseraufnahme von Pflanzen unter Trockenstress. Und Florian Lauer befasst sich mit dem Bachökosystem. Der Bürgermeister lobte das Projekt, denn dieses sei für die jungen Menschen ein "Weg aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft in die Anwendung der Ökologieforschung".

Er verwies darauf, dass sich um die Lernpfade herum Interesse gebildet habe, so etwa vom Waldkindergarten Volpertshausen. Der Bürgermeister erwähnte zudem die Nähe zu den Radwegen.

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