Eine Schülerin aus Frankfurt wehrt sich erneut mit einem Eilantrag vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen eine Rückkehr in die Schule. Das Urteil wird heute mit Spannung erwartet. FOTO: DPA
+
Eine Schülerin aus Frankfurt wehrt sich erneut mit einem Eilantrag vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen eine Rückkehr in die Schule. Das Urteil wird heute mit Spannung erwartet. FOTO: DPA

Schulentscheid heute erwartet

  • vonDPA
    schließen

Ein Essen im Restaurant: Was für die Menschen ein Stück mehr Freiheit bedeutet, sehen andere angesichts der strengen Regeln mit Skepsis.

Die strikten Regel des Lockdowns in Hessen werden in der Corona-Krise für ein Stück mehr Normalität weiter gelockert. Während sich die Menschen wieder auf Restaurantbesuche freuen können, gehen einer Viertklässlerin Pläne des Landes zu weit. Sie streitet vor Gericht darum, ab Montag nicht ins Klassenzimmer zurückzumüssen. Ein Überblick:

Mehr Normalität:Ab heute müssen die Hessen ihr im Restaurant bestelltes Essen nicht mehr in den heimischen vier Wänden verzehren. Lokale können unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen wieder ihre Gasträume öffnen. Auch Freizeitparks, Fitnessstudios, Spielhallen, Casinos und Wettbüros können wieder besucht werden.

Viertlässlerin klagt erneut:Rückkehr ins Klassenzimmer? Für eine Viertklässlerin aus Frankfurt undenkbar. Die Schülerin wehrt sich erneut mit einem Eilantrag vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen eine Rückkehr in die Schule. "Zur Begründung ihres Antrags beruft sie sich auf Belange des Infektions- und des Gesundheitsschutzes, die in Zeiten der Corona-Pandemie nicht hinreichend gewährleistet seien", erklärte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel. Heute will der zuständige Senat darüber entscheiden. Das Mädchen hatte schon im April eine Rückkehr der Viertklässler in hessische Grundschulen verhindert.

Infektionen:Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen ist auf 9169 gestiegen. Wie das Sozialministerium am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte (Stand 14 Uhr) bedeutet dies ein Plus von 82 Fällen im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger SARS-CoV-2 in Verbindung gebracht werden, stieg um vier auf 423.

In einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Niedernhausen im Taunus sind derweil 18 von 58 Bewohnern positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Warnung vor Extremisten:Bei Protesten gegen Corona-Beschränkungen sollte man genau hinschauen, warnen die hessischen Sicherheitsbehörden. Rechts- wie auch Linksextremisten könnten die Aktionen für ihre Zwecke vereinnahmen. "Jeder Demonstrant sollte sich daher vergewissern, dass er nicht für ungewollte Zwecke missbraucht wird", erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden. "Die aktuelle Situation erfordert Besonnenheit. Aus Unmut darf nicht Extremismus und Hass werden."

Wieder Selfies: Seit Mitte März waren die Tore des Instagram-Museums im südhessischen Michelstadt wegen der Corona-Krise geschlossen. Ab diesem Freitag öffnen die Veranstalter die Schau mit skurrilen Kulissen zum Fotografieren und Selfiesmachen wieder für das Publikum.

Forschung:Frankfurter Forscher haben mögliche Ansatzpunkte für Medikamente gegen Covid-19 identifiziert. Die Erkenntnisse wurden am Donnerstag im Fachmagazin "Nature" publiziert. Basis waren Abstriche zweier infizierter Rückkehrer aus Wuhan, die im Februar am Frankfurter Flughafen gelandet waren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare