Schlechte Zeiten für Narren

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Wiesbaden- Wegen der Corona-Pandemie wird Fastnacht in Hessen in der kommenden Saison wenig bis gar nicht gefeiert. Viele Sitzungen und Umzüge sind schon jetzt abgesagt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

"Umzüge stelle ich mir in der derzeitigen Situation sehr schwer bis unmöglich vor", sagte Günter Hüttig vom Karnevalverein Dieburg. Für die Sitzungen in der südhessischen Stadt werde an einem Hygienekonzept gearbeitet. In Fulda sagten die Fastnachtsvereine kürzlich bereits alle Veranstaltungen ab.

Die Dachorganisation Wiesbadener-Karneval will sich die obligatorische Fahnen-Hissung am 11. November am Wiesbadener Rathaus nicht nehmen lassen. "Aber das sonst übliche Rahmenprogramm wird deutlich abgespeckt werden", sagte der erste Vorsitzende Simon Rottloff. Zudem werde es die ursprünglich für Mitte Januar geplante Prunksitzung nicht geben. Fast alle der 38 angeschlossenen Vereine hätten ihre Sitzungen abgesagt. Ob Umzüge veranstaltet werden, sei noch unklar. Unsicher ist die Lage auch in Frankfurt. "Wir werden in unserer Jahreshauptversammlung entscheiden, ob wir etwa einen Umzug anbieten", sagte Anita Seidel vom Großen Rat der Karnevalvereine. Allerdings sehe sie "im Moment nichts, was wir verantworten könnten".

Auch in der Fastnachts-Hochburg Herbstein im Vogelsberg soll noch abgewartet werden. Erst Mitte Dezember wollen die Narren entscheiden, ob und falls ja, wie sie ihre traditionelle "Foaselt" feiern. dpa

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