Rollstuhlfahrer in Gleisbett gestoßen

  • vonDPA
    schließen

Frankfurt- Er soll einen schwerbehinderten Rollstuhlfahrer vor eine U-Bahn gestoßen haben - seit Dienstag muss sich deshalb ein 69-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage legt dem Deutschen versuchten Mord aus Heimtücke zur Last.

Der Vorfall soll sich Anfang Januar in Frankfurt ereignet haben, wo es zum Streit zwischen dem Angeklagten und dem ihm flüchtig bekannten 32-Jährigen gekommen sein soll. Ein Videofilm zeigt den 69-Jährigen, wie er den Mann im Rollstuhl von der Bahnsteigkante ins Gleisbett stieß. Der Angeklagte sprach am Dienstag von Affekt, aus dem heraus er die Tat begangen habe. Als er des Diebstahls bezichtigt wurde, sei er "ausgetickt". Er habe aber nicht töten wollen. Nachdem der Angeklagte seine Verlobte ertränkt hatte, war er 2002 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, die er bis Juni 2019 verbüßte. Der Rollstuhlfahrer wurde bei dem Vorfall nur leicht verletzt. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare