Leere Flaschen auf einem Mülleimer. An der Hauptwache wurden in der Nacht zum Montag Polizisten angegriffen. FOTO: DPA
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Leere Flaschen auf einem Mülleimer. An der Hauptwache wurden in der Nacht zum Montag Polizisten angegriffen. FOTO: DPA

"Respektlos und asozial"

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Frankfurt- Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat die Angriffe auf Polizisten in Frankfurt am Wochenende verurteilt und einen Zusammenhang mit den Corona-Auflagen hergestellt. "Was da passiert ist, geht gar nicht", sagte Feldmann am Montag im Frankfurter Römer. Es sei re-spektlos, asozial und richte sich gegen die Gesellschaft: "Wer Beamte angreift, greift uns auch als Gesellschaft an."

Der Großteil der Frankfurter befürworte die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und halte sich daran, sagte Feldmann. Die Regeln müssten aber auch kontrolliert werden, "sonst ermutigen wir die Verweigerer und gefährden die Schwächsten". Frankfurt brauche die Unterstützung der Bundespolizei. Die Stadt habe diese bereits vorletzte Woche angefordert, aber keine Antwort erhalten.

17-Jähriger in Haft

Für die Unterstützung der Landespolizei sei man dankbar, "es scheint aber nicht zu reichen". Laut Polizei waren Hintergründe und Motive der Ausschreitungen am Montag noch Gegenstand der Ermittlungen. Ob es dabei um die Corona-Maßnahmen ging, ist laut Polizei offen.

In der Nacht zu Sonntag hatten sich vor der Hauptwache 500 bis 800 Personen versammelt. Aus der Menge seien Polizisten mit Flaschen und Eiern beworfen worden, berichteten die Beamten.

Die Polizei nahm neun Tatverdächtige fest, darunter auch einen polizeibekannten 17-Jährigen, der in Untersuchungshaft kam. Die anderen Tatverdächtigen wurden mangels Haftgründen entlassen. Bereits im Juli war es auf dem Opernplatz zu Krawallen gekommen. dpa

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